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  • Roggen – Wikipedia

    Roggen (Secale cereale), ist eine in gemäßigten Breiten verbreitete Getreideart. Es gibt Sommer- und Winterroggen, wobei in Mitteleuropa fast ausschließlich Winterroggen ...

  • Roggen-Forum Online

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  • Roggen

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Roggen

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RoggenRoggen
Artikelgliederung
1

Einleitung

Roggen, einjährige Getreideart aus der Familie der Süßgräser. Neben dieser Art gibt es in der ebenfalls Roggen genannten, in Eurasien beheimateten Gattung noch einige weitere Arten.

Roggen steht unter den weltweit bedeutenden Getreidearten von der Erntemenge her an letzter Stelle. Er ist jedoch in vielen Gebieten, insbesondere in Nordeuropa und Zentralasien, ein unverzichtbares Brotgetreide, das sich besonders durch seine Kälteresistenz und seine Anspruchslosigkeit auszeichnet. Er liefert auch noch in großen Höhenlagen einen relativ guten Ertrag, wo der wesentlich anspruchsvollere und empfindlichere Weizen nicht mehr angebaut werden kann.

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Herkunft

Roggen stammt ursprünglich aus Vorderasien, vermutlich aus dem Kaukasusgebiet. Wahrscheinlich wurde die Wildpflanze dort zwar schon sehr früh domestiziert, doch gibt es dafür keine sicheren Belege. Europa erreichte der Roggen wahrscheinlich erst wesentlich später und eher zufällig, als Unkraut, das in Weizenfeldern auftrat. Nachgewiesen ist er in Europa seit der Bronzezeit. Die Kultivierung erfolgte für eine Getreideart relativ spät, wahrscheinlich erst um 1000 v. Chr., als man auf die Pflanzen aufmerksam wurde, weil sie an für den Weizen ungeeigneten Stellen wüchsiger und ertragreicher als dieser waren, und sie anschließend eigens anbaute.

3

Kennzeichen und Verwendung

Kennzeichnend für die bis zu zwei Meter hohe Roggenpflanze sind ihre schmalen, bei Reife überhängenden Ähren, die aus zahlreichen, jeweils zwei oder dreiblütigen, lang begrannten Ährchen (Süßgräser) bestehen. Man unterscheidet Sommer- und Winterroggen, wobei letzterer aufgrund des höheren Ertrags bevorzugt angebaut wird. Anders als der Weizen und andere Getreidearten müssen die Roggenpflanzen weitgehend kreuzbestäubt werden. Bei unzureichender Bestäubung, wie sie etwa bei schlechter Witterung vorkommt, lässt der Ertrag deutlich nach.

Roggen wird überwiegend zur Brotherstellung verwendet, wobei man ihn häufig mit anderen Getreidearten mischt. Daneben dient er auch als Viehfutter. Sein Stroh ist härter als das anderer Getreidearten und wird zur Herstellung von Strohzöpfen geschätzt. Aus einer Maische, die über 50 Prozent Roggenanteil enthält, stellt man Roggenwhisky her. Die Kleber genannten Proteine, die den Weizen so besonders backfähig machen, fehlen dem Roggen, so dass Roggenbrot dichter und außerdem in der Regel dunkler ist als Weizenbrot. Schwarzbrot und Pumpernickel werden aus Roggen hergestellt. Mit dem Mutterkornpilz verseuchtes Roggenmehl hat im Mittelalter viele Todesfälle verursacht. In Deutschland wurden 2001 etwa 5,1 Millionen Tonnen Roggen geerntet.

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Systematische Einordnung

Roggen gehört zur Familie Gramineae (auch Poaceae). Sein botanischer Name lautet Secale cereale.

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