Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Hudsonbai

Windows Live® Suchergebnisse

  • Hudsonbai - Brockhaus Wissen von A - Z

    Erfahren sie mehr über Hudsonbai in der Brockhaus-Suche ... Startseite / Nachschlagen / Wissen von A-Z. Stöbern Sie in den Werken der Brockhaus-Suche:

  • Hudsonbai - MSN Encarta

    Hudsonbai, Binnenmeer in Nordamerika, das an die kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario und Quebec sowie an das kanadische autonome Territorium

  • Kanada - MSN Encarta

    Nahezu die Hälfte des Landes wird vom Kanadischen Schild eingenommen, der sich halbkreisförmig um die Hudsonbai von der Halbinsel Labrador im Südosten bis zum Großen Bärensee ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Hudsonbai

Enzyklopädieartikel

Hudsonbai, Binnenmeer in Nordamerika, das an die kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario und Quebec sowie an das kanadische autonome Territorium Nunavut grenzt.

Die Hudsonbai kann als Teil des Atlantischen Ozeans, mit dem sie durch die Hudsonstraße verbunden ist, oder als Teil des Nordpolarmeeres angesehen werden. Die Hudsonbai ist, zusammen mit der südlich anschließenden Jamesbai, etwa 1 400 Kilometer lang und bis 960 Kilometer breit. Sie nimmt eine Fläche von circa 730 380 Quadratkilometern ein. Im Norden befinden sich einige Inseln, die größte davon ist Southampton Island (41 214 Quadratkilometer). Die Bucht ist mit einer mittleren Tiefe von 130 Metern und einer größten Tiefe von 258 Metern vergleichsweise flach.

Die durch Rückschmelzen der Gletscher während des Pleistozäns entstandene Hudsonbai liegt in einer ausgedehnten Senke in der alten Landmasse des Kanadischen Schildes. Nur die Ostküste ist steil und felsig, mit einigen aufragenden Klippen, die anderen Küstenabschnitte sind überwiegend flach. Baumbewuchs gibt es nur in der Umgebung der Jamesbai. Im Bereich der Hudsonbai stehen vulkanische Gesteine an, deren Alter auf rund 3,8 Milliarden Jahre geschätzt wird. Damit zählen sie zu den ältesten Vulkaniten auf der gesamten Erdoberfläche. In die Hudsonbai münden einige Flüsse, u. a. Churchill River, Nelson und Severn. Aufgrund dieser hohen Süßwasserzufuhr ist der Salzgehalt dieses Binnenmeeres, das von Juli bis Oktober schiffbar ist, vergleichsweise gering.

Die Küsten der Hudsonbai sind dünn besiedelt, obwohl sich an den Flußmündungen einige Handelsposten entwickelt haben. Größte Volksgruppe sind die Eskimo, die hauptsächlich von der Fischerei und der Jagd leben. Häufigste Fischarten sind Scholle, Heilbutt, Dorsch und Lachs. Auch Wale, Delphine, Walrosse und Robben leben hier. Zahlreiche Vogelarten wie Enten, Gänse, Seetaucher, Möwen und Schneehühner finden Lebensraum auf den Felsenküsten und Inseln der Bucht.

Der erste Europäer, der 1610 die Bucht erkundete, war der englische Seefahrer Henry Hudson, nach dem die Bucht auch benannt ist. 1611 wurde er von seiner meuternden Mannschaft in der Bucht ausgesetzt. Aufgrund eines Edikts des englischen Königs Karl II. hatte die Hudson’s Bay Company die exklusiven Handelsrechte im Gebiet der Hudsonbai von 1670 bis 1870 inne.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft