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Windows Live® Suchergebnisse SlowenienEnzyklopädieartikel
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Slowenien (Republik Slowenien; slowenisch Slovenija), Staat im südöstlichen Mitteleuropa, grenzt im Norden an Österreich, im Nordosten an Ungarn, im Südosten und Osten an Kroatien und im Westen an Italien und das Adriatische Meer. Die ehemalige Teilrepublik von Jugoslawien erklärte sich im Juni 1991 für unabhängig. Slowenien nimmt eine Brückenstellung zwischen Mittel- und Südosteuropa ein. Die Landesfläche beträgt 20 253 Quadratkilometer. Hauptstadt der Republik ist Ljubljana.
Slowenien wird überwiegend von Gebirge eingenommen. Im Nordwesten hat das Land mit den Julischen Alpen und den Karawanken Anteil an den Südlichen Kalkalpen. Höchster Berg des Landes ist der 2 863 Meter hohe Triglav in den Julischen Alpen. Nach Süden geht das Hochgebirge in Gebirgszüge und Hochplateaus des Dinarischen Gebirges über. Aufgrund der Löslichkeit des anstehenden Kalkgesteins sind hier Verkarstungserscheinungen weit verbreitet. Vereinzelt sind unterirdische Höhlen ausgebildet. Die bekanntesten sind die Tropfsteinhöhlen von Postojna (Adelsberger Grotten). Der Nordosten wird von Ausläufern der Zentralalpen erreicht. Jenseits dieser Gebirgszüge bildet Hügelland zu beiden Seiten der Drau den Übergang zum Pannonischen Becken. Im Süden Sloweniens erstreckt sich das fruchtbare und stark besiedelte Hügelland der Unterkrain. Das Staatsgebiet wird in westöstlicher Richtung von den Hauptflüssen Mur, Drau und Save durchquert. Im Südwesten hat Slowenien einen 47 Kilometer langen Küstenabschnitt am Golf von Triest, einer Bucht des Adriatischen Meeres.
Im Südwesten des Landes herrscht aufgrund der Nähe zum Adriatischen Meer mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden, feuchten Wintern. Im Winter und Frühling treten an der Küste häufig kalte Fallwinde (Bora) auf. Im Landesinneren ist das Klima kontinentaler geprägt. Die Jahresschwankungen der Temperatur nehmen nach Osten zu. Wenn feuchte Mittelmeerluft auf den Alpenrand trifft, kommt es aufgrund von Staueffekten zu intensiven Niederschlägen. In den Hochlagen der Gebirgsregionen können 3 000 Millimeter Jahresniederschlag überschritten werden. In der Hauptstadt Ljubljana beträgt die mittlere Januartemperatur -1 °C, die des Juli liegt bei 20 °C. Die Stadt verzeichnete aber schon Extremwerte von -28 °C und +39 °C. Der mittlere Jahresniederschlag in Ljubljana beläuft sich auf etwa 1 390 Millimeter.
Auch die Pflanzenwelt dokumentiert die Lage Sloweniens im Übergangsbereich zwischen Mitteleuropa und dem Mittelmeerraum. 62,4 Prozent des Landes sind bewaldet. Während im Norden Mischwälder mit Eichen, Buchen und Tannen vorherrschen, dominieren in den südlichen Landesteilen Linden und Macchie (z. B. Baumheide, Erdbeerbaum und Zistrose). In den Wäldern leben u. a. Rothirsche, Rehe, Wildschweine, Wildkatzen, verschiedene Marderarten und Füchse. In höheren Lagen sind Gämsen, Mufflons und Murmeltiere relativ häufig anzutreffen. Die Vogelwelt ist artenreich; in Slowenien finden u. a. Birk- und Auerhühner, Kolkraben und Steinadler geeigneten Lebensraum. Die trockeneren Hochplateaus sind das Verbreitungsgebiet verschiedener Spinnentiere (z. B. Skorpione und Taranteln) und Reptilien (Geckos, Nattern, Vipern, Eidechsen). In den unterirdischen Höhlen leben Grottenolme. Etwa 6 Prozent der Landesfläche Sloweniens stehen unter Naturschutz.
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