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  • Lebermoose – Wikipedia

    Die Lebermoose (Hepaticophytina, auch Hepaticae) sind eine Unterabteilung der Moose.

  • Lebermoose

    Lebermoose ... Nun kommen wir zu einer der beiden großen Moosgruppen, den Lebermoosen.

  • LEBERMOOSE EUROPAS

    I. thallöse Arten. von Jan-Peter Frahm

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Lebermoose

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Fortpflanzung der MooseFortpflanzung der Moose

Lebermoose, zwei Klassen aus der Abteilung der Moose.

Die erste Klasse der Lebermoose wird von den charakteristischen thallösen Lebermoosen gebildet. Diese besitzen mehrere Zentimeter große, flächige, gelappte, dem Erdreich oder anderen Substraten anliegende, als Thallus bezeichnete dunkelgrüne Pflanzenkörper; der Name Lebermoos bezieht sich auf diese gelappte Form. Der Thallus ist von einer dünnen, weitgehend wasserdichten, als Cuticula bezeichneten Schicht überzogen. An einigen Stellen finden sich so genannte Atemöffnungen, kaminartige Organe, über die das Kohlendioxid für die Photosynthese aufgenommen wird. Charakteristisch sind im Thallus auch die so genannten Ölkörper. Dabei handelt es sich um membranumhüllte Aggregationen von Terpentropfen, wie man sie sonst bei Pflanzen nicht findet. Das Brunnenlebermoos ist in Mitteleuropa wohl die häufigste Art der thallösen Lebermoose. Es wächst an feuchten, kühlen Stellen auf Erde oder Steinen, meist in unmittelbarer Nähe von fließendem Wasser.

In der zweiten Klasse der Lebermoose sind die vorwiegend foliosen (beblätterten) Arten zusammengefasst. Bei ihnen sind die flächigen Pflanzenkörper bereits in dünne, oft noch dem Boden anliegende Stängelchen und zwei oder mehrere Reihen von Blättchen untergliedert – eine Entwicklungstendenz, die sich bei den Laubmoosen fortsetzt. Die Klasse der vorwiegend foliosen Lebermoose macht mit etwa 9 000 meist in den Tropen vorkommenden und mit etwa 250 in Mitteleuropa verbreiteten Arten 90 Prozent der Lebermoose aus.

Lebermoose besitzen Rhizoide, feine wurzelähnliche Strukturen, mit denen sie sich an ihr Substrat heften. Die Aufnahme von Wasser und dessen Transport innerhalb der Pflanze durch Leitungsbahnen ist nicht notwendig, da die ganze Lebensweise der Lebermoose ohnehin an eine feuchte Umgebung gebunden ist. Die geschlechtliche Fortpflanzung erfordert Wasser, beispielsweise Regentropfen, damit die in den Antheridien (männlichen Geschlechtsorganen) erzeugten Spermatozoiden (männlichen Keimzellen) zur Eizelle in den weiblichen Archegonien schwimmen können.

Wie alle Moose bilden Lebermoose keine Samen, sondern vermehren sich in einem zweistufigen Generationswechsel. Dabei stellt der Gametophyt, der Keimzellen (Gameten) bildet, die haploide Generation dar. Auf dem Gametophyten entwickelt sich dann nach vorangegangener Befruchtung die diploide Generation, der Sporophyt (auch Sporogon genannt). Dieser bildet in einer Kapsel nach einer Meiose (Reifeteilung) haploide Sporen aus. Im Gegensatz zu den höher entwickelten Laubmoosen besitzen Lebermoose in der Sporenkapsel spiralige Schleuderzellen, die Elateren, welche die Verbreitung der Sporen erleichtern. Nach erfolgreichem Auskeimen entwickelt sich eine Spore zum fadenförmigen Vorkeim, dem Protonema, aus dem wieder ein Gametophyt entsteht. Der haploide Gametophyt stellt bei allen Moosen das eigentliche Moospflänzchen dar. Im Lauf der Höherentwicklung der Pflanzen hat sich jedoch dieses Muster nicht bewährt: Es setzte sich vielmehr die diploide und damit genetisch flexiblere Generation durch, und die haploide Generation wurde im Zuge der Samenbildung auf ein Mindestmaß reduziert. Lebermoose waren wahrscheinlich die ersten Landpflanzen.

Systematische Einordnung: Thallöse Lebermoose bilden die Klasse Marchantiopsida und die vorwiegend foliosen Lebermoose die Klasse Jungermanniopsida der Abteilung Bryophyta. Das Brunnenlebermoos trägt den botanischen Namen Marchantia polymorpha.

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