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Windows Live® Suchergebnisse Erich von FalkenhaynEnzyklopädieartikel
Erich von Falkenhayn (1861-1922), deutscher Offizier, preußischer Kriegsminister (1913-1915) und Chef der Obersten Heeresleitung (1914-1916). Erich von Falkenhayn wurde am 11. September 1861 auf Burg Belcha nahe dem pommerschen Graudenz (heute in Polen) geboren. Er schlug eine militärische Laufbahn ein, die ihn von der Ausbildung in einer Kadettenanstalt über die Offizierslaufbahn bis in den Großen Generalstab (1893) führte. 1896 wechselte er als Instruktionsoffizier in chinesische Dienste; 1899 kehrte er zur preußischen Armee zurück und war in der Folgezeit erneut im Generalstab tätig, bis er im Juli 1913 zum preußischen Kriegsminister ernannt wurde. Nach dem Scheitern des deutschen Vormarsches im Westen in der Marneschlacht in der Anfangsphase des 1. Weltkrieges löste von Falkenhayn am 14. September 1914 Helmuth von Moltke zunächst als Leiter der militärischen Operationen des deutschen Feldheeres ab; am 3. November 1914 folgte er ihm formell auch als Chef des Generalstabes des deutschen Feldheeres nach und bildete die so genannte Zweite Oberste Heeresleitung. Im Januar 1915 gab er sein Amt als Kriegsminister ab. Nachdem die deutsche Westfront Ende 1914 festgefahren war und sich vorerst auf die Defensive beschränkte, konzentrierte sich von Falkenhayn auf den Osten, und leitete die erfolgreichen Offensiven gegen Russland und Serbien ein; Ende 1915 war eine stabile, geschlossene Front im Osten errichtet. Über das weitere Vorgehen im Osten jedoch bestanden Differenzen zwischen von Falkenhayn und den Generälen Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff: Letztere sprachen sich für einen Großangriff gegen Russland aus; von Falkenhayn lehnte dies ab und verlagerte den Schwerpunkt wieder in den Westen. Bei Verdun suchte von Falkenhayn 1916 durch eine Abnutzungsschlacht das französische Heer zu zermürben und so Frankreich zu Friedensverhandlungen zu zwingen. Seine „Ausblutungsstrategie” ging allerdings nicht auf; er wurde für den Misserfolg verantwortlich gemacht und am 29. August 1916 als Generalstabschef durch von Hindenburg ersetzt. Im Herbst 1916 erhielt von Falkenhayn den Oberbefehl über die 9. Armee in Rumänien, 1917 über eine Heeresgruppe in Palästina und 1918 über die 10. Armee in Weißrussland. Im Juni 1919 nahm er seinen Abschied aus dem Militärdienst und zog sich auf Schloss Lindstedt bei Potsdam zurück, wo er am 8. April 1922 starb.
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