Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Ferdinand I. (Heiliges Römisches Reich)", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Ferdinand I. (Heiliges Römisches Reich)

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Ferdinand I.Ferdinand I.

Ferdinand I. (Heiliges Römisches Reich), (1503-1564), König (ab 1531) und Kaiser (1556-1564) des Heiligen Römischen Reiches sowie König von Böhmen (1526-1564) aus dem Hause Habsburg.

Ferdinand wurde am 10. März 1503 in Alcalá de Henares (Spanien) geboren; er war der Sohn von König Philipp I., dem Schönen, und Königin Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien sowie der jüngere Bruder Kaiser Karls V. 1521/22 erhielt Ferdinand durch die mit seinem Bruder Karl geschlossenen habsburgischen Teilungsverträge die österreichischen Erblande mit Tirol sowie Württemberg. Nach dem Tod seines Schwagers, des kinderlosen Königs Ludwig II., wurde Ferdinand als dessen Nachfolger 1526 zum König von Böhmen und Ungarn gewählt; Ferdinand wurde damit zum Begründer der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie. In Ungarn erhob sich jedoch Johann I. Zápolya als Gegenkönig; der verbündete sich mit den Türken gegen Ferdinand, zog 1529 mit den Türken bis vor Wien (siehe Belagerungen von Wien), schloss aber 1530 einen Waffenstillstand mit Ferdinand, der ihn schließlich 1538 als König von Ungarn auf Lebenszeit anerkannte (Johann starb zwei Jahre später).

1531 wurde Ferdinand, der seinen häufig abwesenden Bruder bereits mehrfach im Reich vertreten hatte, zum römischen König gewählt. Er fungierte nun als offizieller Stellvertreter seines Bruders und gewann in der Folge rasch an Einfluss im Reich. 1552 vermittelte er in der Fürstenverschwörung zwischen dem Kaiser und den Fürsten; und bemüht um einen Ausgleich zwischen den Konfessionen, brachte er den Passauer Vertrag von 1552 zwischen den Fürsten und dem Kaiser zustande und, gegen den Widerstand Karls, den Augsburger Religionsfrieden von 1555. Nach Karls Abdankung 1556 wurde Ferdinand dessen Nachfolger als Kaiser; gekrönt wurde er allerdings erst 1558. Auch als Kaiser verfolgte Ferdinand im Reich weiterhin eine ausgleichende Konfessionspolitik; in seinen österreichischen Erblanden allerdings leitete er die Gegenreformation ein. Ferdinand starb am 25. Juli 1564 in Wien.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft