Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Ferdinand I. (König beider Sizilien)Enzyklopädieartikel
Ferdinand I. (König beider Sizilien), (1751-1825), König beider Sizilien (1816-1825), als Ferdinand IV. auch König von Neapel (ab 1759) und als Ferdinand III. König von Sizilien (ab 1759). Ferdinand I. wurde am 12. Januar 1751 in Neapel geboren. Er war der dritte Sohn Karls IV., des Königs von Neapel-Sizilien, der als Karl III. im Jahr 1759 den spanischen Thron bestieg. Im gleichen Jahr übernahm Ferdinand die Nachfolge Karls als König von Neapel und Sizilien. Acht Jahre lang führte Bernardo Tanucci, der leitende Minister seines Vaters, die Regierung für den noch minderjährigen König. 1768 nahm Ferdinand die Tochter Maria Carolina der österreichischen Kaiserin Maria Theresia zur Frau und ersetzte Tanucci durch den Engländer John Francis Edward Acton. Unter dem Einfluss seiner Frau und Actons schloss sich Ferdinand in der Französischen Revolution und den Koalitionskriegen der antifranzösischen Koalition an. 1799 nahmen die Franzosen Neapel ein und erklärten es zur Parthenopeischen Republik. Ferdinand suchte in Palermo auf Sizilien Zuflucht, bis eine königstreue Armee unter Kardinal Fabrizio Ruffo Neapel noch im gleichen Jahr wieder zurückeroberte. Bei seiner Rückkehr nach Neapel ließ Ferdinand in Massenexekutionen jene Neapolitaner hinrichten, die sich auf die Seite Frankreichs geschlagen hatten. 1806 floh er erneut nach Sizilien, diesmal, um sich vor den Truppen Joseph Bonapartes in Sicherheit zu bringen, der von seinem Bruder Napoleon zum König von Neapel ausgerufen worden war und auch kurz darauf Neapel einnahm. Ferdinands Machtbereich war von da an bis 1815 auf Sizilien beschränkt. Als Herrscher war er unbeliebt, und eine Zeit lang (1812) überließ er seinem Sohn die Regierung. Nach dem Sturz Napoleons 1815 kehrte Ferdinand nach Neapel zurück, wurde durch den Wiener Kongress als König beider Sizilien anerkannt und vereinigte im folgenden Jahr seine beiden Königreiche Sizilien und Neapel zum Königreich beider Sizilien. Mit Hilfe Österreichs schlug er die Carbonari-Revolution (1820) nieder, die in Folge der Aufhebung der sizilianischen Verfassung von 1812 ausgebrochen war. Ferdinand I. starb am 3. Januar 1825 in Neapel. Sein Sohn Franz I. folgte ihm auf den Thron.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |