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Windows Live® Suchergebnisse Aldous HuxleyEnzyklopädieartikel
Aldous Huxley (1894-1963), englischer Schriftsteller, Essayist und Kritiker. Mit Brave New World (1932, Schöne neue Welt) schuf er eine der großen negativen Utopien innerhalb der englischen Literatur. Er war der Enkel des Zoologen Thomas Henry Huxley sowie der Bruder des Biologen Julian Sorrell Huxley und des Physiologen Andrew Fielding Huxley. Aldous Leonard Huxley wurde am 26. Juli 1894 in Godalming bei London geboren und besuchte das Eton College sowie zwischen 1913 und 1915 die Universität Oxford. Nach seinem Studium war er für mehrere Zeitschriften tätig und veröffentlichte vier Gedichtbände, darunter The Burning Wheel (1916). 1921 erschien sein satirisches Romandebüt Crome Yellow (Eine Gesellschaft auf dem Lande, auch: Chromgelb); ihm folgten Antic Hay (1923, Narrenreigen), Those Barren Leaves (1925, Parallelen der Liebe) und das formale Meisterwerk dieser Zeit, Point Counter Point (1928, Kontrapunkt des Lebens), in denen sich die resignativ-nihilistische Stimmung der zwanziger Jahre nach dem 2. Weltkrieg spiegelt. Während der zwanziger Jahre lebte Huxley hauptsächlich in Italien und Frankreich. 1932 erschien der utopische Roman Brave New World (Schöne neue Welt), in dem Huxley die Anti-Utopie einer totalitären, volltechnisierten, den Menschen determinierenden Lebenswelt entwarf und der seinen Ruhm als Schriftsteller begründete. Im selben Jahr gab er posthum die Korrespondenz seines Freundes D. H. Lawrence heraus, dessen primitivistischen Positionen er zeitlebens kritisch gegenüberstand. 1937 emigrierte der überzeugte Pazifist, der auch Juden bei ihrer Flucht vor den Nationalsozialismus behilflich war, in die USA, wo er sich mit östlicher Philosophie beschäftigte. Darüber hinaus verfasste er Drehbücher, so für die Jane Austen-Literaturverfilmungen Pride and Prejudice (1940, Stolz und Vorurteil, Regie Robert Z. Leonhard, mit Laurence Olivier) und Jane Eyre (1944, Die Waise von Lowood, Regie Robert Stevenson, mit Orson Welles und Joan Fontaine). Darüber hinaus schrieb er das Script für Woman’s Vengeance (1947, Qualen der Liebe, Regie Zoltan Korda, mit Jessica Tandy) und Prelude to Fame (1950, Regie Fergus McDonnel, mit Michael Balfour und Kathleen Byron). Huxley starb am 22. November 1963 in Hollywood. Huxleys Gesamtwerk umfasst über 45 Bücher, darunter die dem Fortschrittsglauben skeptisch gegenübertretenden Essaysammlungen Jesting Pilate (1926), Ends and Means (1937, Ziele und Wege), Tomorrow and Tomorrow and Tomorrow (1956), Brave New World Revisited (1958, 30 Jahre danach, auch: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt) und Literature and Science (1963). Zu seinen Romanen gehören Eyeless in Gaza (1936, Geblendet in Gaza), After Many a Summer (1939, Nach vielen Sommern), Ape and Essence (1948, Affe und Wesen) sowie Island (1962, Eiland). Zudem verfasste Huxley wissenschaftliche, philosophische und sozialkritische Schriften, darunter The Art of Seeing (1932, Die Kunst des Sehens), The Perennial Philosophy (1946, Die ewige Philosophie) und The Devils of Loudon (1952, Die Teufel von Loudon). Seine spätere Hinwendung zu Mystizismus und Parapsychologie sowie seine Experimente mit Drogen schlugen sich in den Werken The Doors of Perception (1954, Die Pforten der Wahrnehmung) und dem Folgeband Heaven and Hell (1956, Himmel und Hölle) nieder. 1971 kam Ken Russels Film-Adaption von Huxleys The Devils of Loudon (The Devils, mit Venessa Redgrave und Oliver Reed) in die Kinos.
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