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Brachiosaurus

Enzyklopädieartikel

Brachiosaurus, Gattung großer, Pflanzen fressender Echsenbecken-Dinosaurier, die vom späten Jura bis in die Kreidezeit (von vor etwa 150 bis vor 110 Millionen Jahren) in Europa, Afrika und Amerika lebten.

Brachiosaurus konnte bis zu etwa 24 Meter lang und mehr als zwölf Meter hoch werden sowie schätzungsweise 80 Tonnen wiegen; damit ist er eines der schwersten Landtiere überhaupt. Sein Name (griechisch brachion: Arm) rührt daher, dass die Vorderbeine im Gegensatz zu denen anderer großer Sauropoden (eine Gruppe riesiger, vierbeinig laufender Echsenbecken-Dinosaurier) wie Apatosaurus oder Diplodocus länger als seine Hinterbeine waren. Brachiosaurus hatte einen sehr langen Hals mit etwa einen Meter langen Wirbeln, so dass er ähnlich wie eine Giraffe Blätter in großer Höhe erreichen konnte, die anderen Pflanzenfressern verwehrt blieben. Der Schädel war vergleichsweise groß und breit und wies eine gestreckte Schnauze sowie eine nach oben erweiterte Stirnpartie mit ausgedehnten Stirnhöhlen auf, in der hoch oben die Nasenöffnungen saßen. Brachiosaurus hatte 52 löffel- bzw. spatelartig geformte Zähne.

Der neueren Forschung zufolge hielt sich Brachiosaurus nicht (wie früher angenommen) vorwiegend im flachen Wasser auf, sondern lebte an Land von den Blättern hoher Pflanzen wie Koniferen. Wie andere Sauropoden konnte er nicht kauen und nutzte zur Zerkleinerung der Nahrung wahrscheinlich im Verdauungstrakt befindliche Steine (Gastrolithen). Fossile Überreste des Brachiosaurus wurden im Westen der Vereinigten Staaten, in Portugal sowie in Nord- und Ostafrika gefunden; in Tansania wurde von 1909 bis 1912 ein fast komplettes Skelett ausgegraben, das in der Berliner Humboldt-Universität zu besichtigen ist.

Systematische Einordnung: Die Gattung Brachiosaurus gehört zur Unterordnung Sauropodomorpha der Ordnung Saurischia.

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