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Theosophie

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Jakob BöhmeJakob Böhme
Artikelgliederung
1

Einleitung

Theosophie (griechisch theós: Gott; sophía: Weisheit), allgemeine Bezeichnung für philosophische und theologische Denkansätze, die versuchen, durch philosophische Untersuchungen und durch mystische Schau eine höhere Erkenntnis Gottes und des Göttlichen zu gewinnen.

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Wegbereiter der Theosophie

Frühe Beispiele theosophischer Gedanken finden sich bereits in den Upanishaden, die in Indien um das 8. Jahrhundert v. Chr. entstanden. Die indische Philosophie hatte einen Einfluss auf Persien, wo sich die theosophische Denkweise nach der Eroberung durch die Araber, in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts n. Chr., durchsetzte. In China enthalten sowohl das Yi-jing (Buch der Wandlungen), einer der so genannten fünf Klassiker des Konfuzianismus, wie auch das Tao te king (Buch des Weges und der Kraft), ein Hauptwerk des Taoismus, theosophische Elemente. In der westlichen Philosophie finden sich theosophische Ideen im Neuplatonismus und der Gnostik. Ähnliche Elemente tauchen auch in der Kabbala auf, einer mystischen Auslegung der heiligen Schriften, die unter den europäischen Juden zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert verbreitet war. Im Mittelalter wurden theosophische Lehren von dem Mystikern und Predigern Meister Eckhart und Johannes Tauler entwickelt, sowie von dem Schweizer Arzt und Alchimisten Philippus Aureolus Paracelsus und später von dem Mystiker Jakob Böhme und dem flämischen Arzt und Chemiker Jan Baptista van Helmont.

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Die Theosophische Gesellschaft

Helena Petrowna Blavatsky und die Anhänger der Theosophischen Gesellschaft, zu deren Gründung sie 1875 in New York beitrug, verwendeten den Begriff Theosophie insbesondere in Bezug auf ein System okkulter Philosophie. Sie behauptete, ihre Lehren von Eingeweihten empfangen zu haben, die eine höhere Daseinsebene als andere Sterbliche erreicht hätten. Ihren Lehren zufolge ist Gott unendlich, absolut und nicht erkennbar. Die Gottheit ist sowohl Ursprung des Geistes als auch der Materie. Durch das Wirken eines unveränderlichen Gesetzes soll der Geist in einer Art Kreislauf in die Materie herabsinken und die Materie zum Geist emporsteigen. Blavatskys Lehre geht davon aus, dass alle Seelen im Wesentlichen gleich sind und sich nur aufgrund ihrer Entwicklungsstufe unterscheiden. Die fortgeschritteneren Seelen werden als natürliche Beschützer der weniger entwickelten Seelen und die menschlichen Wesen als Einheit einer höheren und einer niedrigeren Natur angesehen. Dabei ist die höhere Natur, die Verstand, Seele und Geist umfasst, von der niedrigeren, der physischen Natur, verunreinigt worden und muss vor ihrer Rückkehr zum Göttlichen vollständig geläutert werden. Die Läuterung erfolgt nach ihr in einer Reihe von Inkarnationen.

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