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  • Huftiere – Wikipedia

    Huftiere (Ungulata) ist die zusammenfassende Bezeichnung für mehrere Gruppen der Säugetiere, insbesondere der Paarhufer und der Unpaarhufer. Die Unterscheidung dieser beiden ...

  • Huftiere

    wissenschaftlicher Name: <i>Ungulata</i>. Die Huftiere sind eine Gruppe der Säugetiere. ... Huftiere wissenschaftlicher Name: Ungulata. Die Huftiere sind eine Gruppe der ...

  • tierdach.de: Huftiere

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Huftiere

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RothirscheRothirsche

Huftiere, große, stammesgeschichtlich nicht einheitliche Gruppe vorwiegend Pflanzen fressender Säugetiere; die letzten Zehenglieder sind bei den meisten Arten durch Hornstrukturen (Hufe) umkleidet.

Die von Carl von Linné im 18. Jahrhundert als Ordnung aufgestellte Gruppe der Huftiere wurde im 19. Jahrhundert von Richard Owen in Unpaarhufer (mit ungerader Zehenzahl) und Paarhufer (mit gerader Zehenzahl) untergliedert. Zu den Unpaarhufern gehören Pferde, Nashörner und Tapire. Paarhufer umfassen Flusspferde, Schweine, Kamele sowie Wiederkäuer wie Giraffen, Hirsche und Hornträger. Später wurden (neben nur fossil bekannten Gruppen) die Rüsseltiere (heute ausschließlich vertreten durch Elefanten), die kaninchengroßen Schliefer, die Seekühe und die Röhrenzähner (heute ausschließlich vertreten durch das Erdferkel) zu den Huftieren hinzugezählt. Während die systematische Stellung des Erdferkels unbekannt ist, bilden Rüsseltiere, Schliefer und Seekühe nach heutiger Kenntnis eine stammesgeschichtliche Einheit (ein monophyletisches Taxon) – allerdings ohne mit den Paarhufern oder Unpaarhufern näher verwandt zu sein. Hinzu kommt, dass die Flusspferde molekularbiologischen Untersuchungen zufolge die nächsten lebenden Verwandten der Wale sind, d. h., die heute in ihrem Körperbau vollständig an das Leben im Wasser angepassten Wale stehen stammesgeschichtlich innerhalb der Gruppe der Paarhufer. Molekularbiologische Befunde sprechen außerdem dafür, dass Paarhufer und Wale das den Unpaarhufern nächstverwandte Taxon sind; diese drei Gruppen (und nicht die als Huftiere zusammengefassten Arten) bilden danach eine stammesgeschichtliche Einheit.

Die Begriffe Huftiere und Paarhufer sind wegen der in neuer Zeit aufgedeckten verwandtschaftlichen Beziehungen lediglich als sogenannte Formtaxa sinnvoll, die Arten mit vergleichbaren Anpassungen ohne Rücksicht auf deren Verwandtschaftsverhältnisse zusammenfassen – etwa um die Nahrungsbeziehungen in einer Biozönose darzustellen oder im Körperbau ähnliche Säugetiere in Bestimmungsbüchern gemeinsam abzuhandeln.

Systematische Einordnung: Unpaarhufer bilden die Ordnung Perissodactyla. Paarhufer bilden in der klassischen Systematik die Ordnung Artiodactyla; mit den Walen werden sie zu einem Taxon zusammengefasst, für das der Name Cetartiodactyla vorgeschlagen wurde.

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