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Seleukos I. Nikator

Enzyklopädieartikel

Seleukos I. Nikator, „der Sieger” (um 358 bis 281 v. Chr.), König des Seleukidenreiches (305-281 v. Chr.), Begründer des Seleukidenreiches und der Seleukidendynastie. Seleukos nahm als Feldherr am Asienzug Alexanders des Großen teil und wurde 321 v. Chr. nach der Errichtung der Diadochenreiche nach Alexanders Tod Satrap (Provinzstatthalter) von Babylonien. Zunächst auf der Seite des Antigonos I. Monophthalmos, wandte er sich 316 v. Chr. von diesem ab und begab sich für drei Jahre in die Dienste Ptolemäus’ I. Mit dessen Hilfe kehrte er 312 v. Chr. nach Babylonien zurück; in den folgenden Jahren weitete er seinen Herrschaftsbereich bis zum Indus im Osten aus, und um 305 v. Chr. nahm er den Königstitel an. 301 v. Chr. besiegte er im Rahmen der Diadochenkriege um das Reich Alexanders des Großen zusammen mit Kassandros und Lysimachos den Antigonos in der Schlacht bei Ipsos und erhielt Syrien bis auf den südlichen Teil, der mehrfach Anlass für kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Seleukiden und Ptolemäern werden sollte. In der Folgezeit konzentrierte sich Seleukos auf die Konsolidierung seines Reiches, die sich auch in zahlreichen Städtegründungen manifestierte, u. a. Antiochia (heute Antakya) und die nach ihm benannten Städte Seleukeia am Tigris, Seleukeia Pieria und Seleukeia am Kalykadnos. 281 v. Chr. besiegte Seleukos bei Kurupedion in Kleinasien Lysimachos und brachte weite Teile Kleinasiens unter seine Herrschaft. Anschließend zog er über den Hellespont, um auch Thrakien und Makedonien zu unterwerfen, wurde jedoch im August oder September 281 v. Chr. bei Lysimacheia von Ptolemäus Keraunos, einem Sohn Ptolemäus’ I., ermordet. Seinem Sohn und Nachfolger Antiochos I. hinterließ er ein Reich, das den größten Teil der asiatischen Eroberungen Alexanders des Großen umfasste.

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