Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Wandertaube

Windows Live® Suchergebnisse

  • Wandertaube

    Die Wandertaube brütete einst in gewaltigen Kolonien mit Millionen von Brutpaaren und gehörte zu den häufigsten Vogelarten der Erde. Skrupellose Ausbeutung der Bestände führte ...

  • Wandertaube - Wikipedia

    Die Wandertaube ( Ectopistes migratorius ) (engl. Passenger Pigeon) war eine Vogel art aus der Familie der Tauben (Columbidae), die im 19. Jahrhundert vom Menschen ausgerottet ...

  • AUSGEPACKT - Ausstellungsthema: Neun Dinge - Amerikanische Wandertaube

    Ectopistes migratorius (Amerikanische Wandertaube), Stopfpräparat, vor 1914 (Zoologische Sammlung) Foto: Georg Pöhlein, 2007

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Wandertaube

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Präparat einer WandertaubePräparat einer Wandertaube

Wandertaube, ausgerotteter Zugvogel aus der Familie der Tauben. Kopf und Rücken der Wandertaube waren blaugrau gefärbt, die Brust war rostfarben und der Bauch weiß; die Färbung des Weibchens war blasser. Die Wandertaube war in der östlichen Hälfte Nordamerikas, von Kanada bis zum Golf von Mexiko, heimisch und überwinterte in den südlichen Regionen ihres Verbreitungsgebiets. Ihr Brutgebiet lag im Norden der USA, von Nova Scotia bis nach Montana und Saskatchewan.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zogen Millionen Wandertauben im Frühjahr nach Norden. Ihre Schwärme waren so groß, dass sie den Himmel verdunkelten. Wenn der Schwarm am Brutplatz ankam, verbrachten die Tiere die ersten ein oder zwei Tage mit der Paarung. Das Männchen balzte mit kreisförmigen, nickenden Bewegungen des Kopfes und versuchte, seinen Hals über den eines Weibchens zu beugen. War das Weibchen empfängnisbereit, so baute das Paar ein Nest aus Reisern, in welches das Weibchen ein weißes Ei legte. Männchen und Weibchen teilten sich das Bebrüten des Eies (13 Tage) und das Füttern der Jungen (15 bis 17 Tage). In der ersten Woche erhielten die Nestlinge nur Kropfmilch, die im Kropf der beiden Altvögel produziert wurde. Die Jungen wuchsen sehr schnell, wurden nach 14 Tagen flügge und waren bereits wenige Tage später selbständig. Die Altvögel suchten auf dem Boden und in Bäumen oder Sträuchern nach Nahrung, die aus Bucheckern, Eicheln, Beeren und wirbellosen Tieren bestand. Die meisten Rufe der Wandertaube waren raue, laute Variationen eines lauten „Keck”, das je nach Art der Mitteilung wiederholt und verändert wurde; ein weiterer Laut klang wie ein weiches „Kuu”.

Die ersten Siedler, die nach Westen zogen, fanden in den Wandertauben eine scheinbar unerschöpfliche Quelle für Fleisch, Fett und Federn. In den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Eisenbahn nach Westen zu bauen. Jetzt konnten die Vögel direkt zu den Märkten in den Städten transportiert werden. Viele Menschen wurden professionelle Taubenjäger. Im Jahr 1880 ließ sich der Rückgang der Bestände nicht mehr aufhalten. Es wurden einige Versuche unternommen, die Wandertaube in Gefangenschaft zu züchten, doch hatte dies letztlich keinen Erfolg. Die letzte Wandertaube starb 1914 im Zoologischen Garten von Cincinnati.

Systematische Einordnung: Die Wandertaube gehört zur Familie der Columbidae in der Ordnung Columbiformes. Sie wird zoologisch Ectopistes migratorius genannt.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft