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Friedrich Wilhelm II. (von Preußen)

Enzyklopädieartikel

Friedrich Wilhelm II. (von Preußen), (1744-1797), König von Preußen (1786-1797), Enkel Friedrich Wilhelms I. und Neffe Friedrichs II., wurde am 25. September 1744 in Berlin geboren.

Friedrich Wilhelm rückte nach dem Tod seines Vaters, Prinz August Wilhelm, 1758 in der Thronfolge an die erste Stelle. Nach dem Tod Friedrichs II. übernahm er 1786 den Thron; er war von seinem Onkel kaum auf die Führung der Staatsgeschäfte vorbereitet worden und überließ die Regierung daher weitgehend seinen Ministern. Nach Ausbruch der Französischen Revolution, die er zutiefst ablehnte, näherte er sich Österreich an und schloss ein Bündnis mit Leopold II. Nach dem verlorenen Krieg gegen das revolutionäre Frankreich musste Friedrich Wilhelm im Sonderfrieden von Basel 1795 die preußischen Gebiete westlich des Rheins an Frankreich abtreten. Allerdings sicherte er Preußen in den polnischen Teilungen von 1793 und 1795 erhebliche Gebietsgewinne.

Unter dem Einfluss des Ordens der Rosenkreuzer, dem er angehörte, unterdrückte Friedrich Wilhelm in Preußen alles aufklärerische Gedankengut und unterstellte mit dem Zensur- und dem Religionsedikt von 1788 Presse, Schulwesen und Religion einer strengen Kontrolle. Er führte die von Friedrich II. begonnene Rechtskodifikation fort und erließ 1794 das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten. Selbst kaum an militärischen Angelegenheiten interessiert, überließ Friedrich Wilhelm einem Kriegsausschuss die Aufsicht über die preußische Armee, mit dem Ergebnis, dass die Armee einen deutlichen Niedergang erlebte. Seine eigene und die Unfähigkeit seiner Günstlinge machten Preußen zu einem hoch verschuldeten Staat. Friedrich Wilhelm starb am 16. November 1797 in Potsdam.

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