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Windows Live® Suchergebnisse BotswanaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Botswana (Botsuana), Republik im Zentrum des südlichen Afrika. Botswana grenzt im Norden und Westen an Namibia, im Nordosten an Simbabwe und Sambia, im Süden und Südosten an die Republik Südafrika. Botswana bedeckt eine Fläche von 581 730 Quadratkilometern. Hauptstadt ist mit 199 000 Einwohnern Gaborone.
Der gesamte Süden des Landes wird von der Halbwüste Kalahari eingenommen. Im Nordosten Botswanas erstreckt sich das rund 15 000 Quadratkilometer große Okavangobecken; dieses sumpfige Binnendelta des Okavango bildet ein Ökosystem mit großer Artenvielfalt. In der Regenzeit setzt sich der Fluss bis zu den Makgadikgadi-Salzpfannen im Osten des Landes fort. Die höchsten Erhebungen Botswanas befinden sich in den bis zu 1 489 Meter hohen Tsodilo Hills im äußersten Nordwesten. Der Norden und die zentralen Landesteile liegen innerhalb der Tropen, der Süden in den Subtropen. Kennzeichnend für das Klima ist die markante Ausprägung von Regen- und Trockenzeit im Jahresverlauf. Die Jahresniederschläge betragen im Nordosten bis zu 800 Millimeter, in der Kalahari werden in trockenen Jahren 300 Millimeter unterschritten. Der überwiegende Teil des Niederschlags fällt in der Regenzeit im Sommer zwischen November und April. In dieser Jahreszeit liegen die Höchsttemperaturen bei über 40 °C, im Winter können nachts Tiefstwerte unter dem Gefrierpunkt erreicht werden. Während im trockenen Süden Gräser, Sträucher und nur vereinzelt Bäume wachsen, ist im Norden die Trockensavanne mit dichteren Baumbeständen der vorherrschende Vegetationstyp. Die Tierwelt umfasst u. a. Elefanten, Zebras, Löwen, Leoparden, Giraffen, Antilopen und andere Wildtiere. In den Sümpfen des Okavangobeckens finden u. a. Krokodile, Flusspferde sowie zahlreiche Vogelarten wie Kormorane, Kraniche und Fischadler geeigneten Lebensraum. Botswana hat 30,2 Prozent (2007) der gesamten Landesfläche als Parks und Naturschutzgebiete ausgewiesen und verfügt damit unter allen afrikanischen Ländern über den höchsten Prozentsatz an Schutzgebieten. 2000 wurde das botswanische Reservat Gemsbok National Park mit dem südafrikanischen Kalahari Gemsbok National Park zusammengelegt. Der neue Kgalagadi Transfrontier Park ist mit rund 38 000 Quadratkilometern doppelt so groß wie der Krüger-Nationalpark und wird von Wildhütern beider Staaten betreut.
Die Landesbezeichnung geht auf die Hauptbevölkerungsgruppe, die bantusprachigen Tswana, zurück, die drei Viertel der rund 1,84 Millionen Einwohner stellen. Die Tswana verteilen sich auf acht Untergruppen. 12 Prozent der Bevölkerung gehören der Ethnie der Shona an. Weitere ethnische Minderheiten sind die Bakalanga im Nordosten und die San, die so genannten Buschmänner der Kalahari, sowie Europäer und Asiaten. 51 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2003). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 50,2 Jahren (2008). Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 19 Jahre. Die Amtssprache ist Englisch, verbreitete Verkehrssprachen sind Setswana und Ikalanga, die zu den Bantusprachen gehören. Jeweils etwa die Hälfte der Bevölkerung bekennt sich zu christlichen respektive zu traditionellen afrikanischen Religionen. Nationalfeiertage sind der Tag des Präsidenten, der am dritten Wochenende im Juli begangen wird, sowie der Botswana-Tag, der an die Unabhängigkeit am 30. September 1966 erinnert und am 30. September und 1. Oktober gefeiert wird.
In Botswana herrscht keine Schulpflicht, dennoch gehen fast alle Kinder zur Schule. 1980 wurde eine Alphabetisierungskampagne gestartet, durch die der Alphabetisierungsgrad auf 81,4 Prozent erhöht werden konnte. Etwa 3 400 Studenten besuchen die Universität von Botswana in Gaborone.
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