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Datenschutz

Enzyklopädieartikel

Datenschutz, Techniken, die zum Schutz einzelner oder in Netzen verbundener Computer gegen versehentliche oder beabsichtigte Schäden entwickelt wurden. Diese Schäden umfassen sowohl die Zerstörung von Computerhard- und -software als auch den physikalischen Verlust von Daten und das absichtliche Eindringen in Datenbanken durch unberechtigte Personen. Im engeren Sinne versteht man unter dem Begriff Datenschutz auch Maßnahmen zur Verhinderung des Missbrauchs personenbezogener Daten. In Deutschland wird in diesem Sinn der Datenschutz durch das Bundesdatenschutzgesetz geregelt.

Daten lassen sich durch einfache Methoden wie beispielsweise das Abschließen von Terminals und Sicherheitskopien der Daten auf anderen Speichermedien schützen. Weiterentwickelte Methoden bestehen aus der Begrenzung des Datenzugriffs auf bestimmte Personen, die eine Codekarte oder eine Identifikationsnummer bzw. ein Passwort vorweisen. Diese Prozeduren können auf ein gesamtes Computerdatensystem oder auch nur auf einzelne spezielle Datenbanken oder Programme angewendet werden. Die so genannte Iriserkennung erspart die Passworteingabe. Bei dieser Methode erkennt das Computersystem den rechtmäßigen Anwender über sein persönliches Irismuster, das mit Hilfe eines speziellen Scanners eingespeichert und über eine Kamera ausgelesen wird. Erste Produkte dieser Art für den Privatanwender kamen 2002 auf den Markt.

Betriebssysteme und Programme enthalten teilweise eingebaute Schutzmechanismen. Häufig werden Daten nach verschiedenen Methoden mit einem Code verschlüsselt, um unberechtigte Personen am Lesen oder sogar Kopieren des Materials zu hindern. Beispielsweise wurde 1978 das Verschlüsselungssystem RSA von den Amerikanern Rivest, Shamir und Adleman entwickelt. Das System verwendet bei der Chiffrierung der Daten einen Schlüssel, der aus dem Produkt sehr hoher Primzahlen besteht. Das Verfahren ist so konzipiert, dass bei der Chiffrierung nur das Produkt bekannt sein muss. Für die Entschlüsselung benötigt man allerdings die Ausgangsprimzahlen. Personen, die sich unberechtigt Zugang verschaffen wollen, müssten also die Ausgangsprimzahlen aus dem Produkt errechnen. Bis heute gibt es keine zufrieden stellenden Methoden zur Zerlegung einer Zahl in die einzelnen Primzahlfaktoren. Der Rechenaufwand für diese Aufgabe ist vor allem bei hohen Primzahlen so groß, dass selbst die schnellsten Supercomputer Jahre für eine Lösung brauchten.

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