![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse WashingtonEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Washington, Bundesstaat der Vereinigten Staaten (USA). Washington grenzt im Norden an die kanadische Provinz British Columbia, im Osten an den US-Bundesstaat Idaho, im Süden an den Bundesstaat Oregon und im Westen an den Pazifischen Ozean. Im Nordwesten trennen eine Reihe von Wasserstraßen (Juan-de-Fuca-Straße, Haro Strait und die Strait of Georgia) den Staat von der kanadischen Vancouver Island. Der Nordwestteil des Staates ist zudem durch den Puget Sound tief eingeschnitten. In all diesen Gewässern befinden sich zahlreiche Inseln, die überwiegend zum Staat Washington gehören. Die südliche Staatengrenze wird vom Columbia River gebildet. Washington trat am 11. November 1889 als 42. Mitglied der amerikanischen Staatenunion bei. Der zunächst vorwiegend für seine land- und forstwirtschaftlichen Produkte bekannte Staat verfügte zu Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts über eine äußerst vielfältige Wirtschaft. Zwar gehört Washington immer noch zu den führenden amerikanischen Produzenten von Äpfeln, Weizen und Nutzholz, doch hat sich in letzter Zeit die Industrie zum bedeutendsten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Eine wichtige Rolle spielen daneben der Fremdenverkehr, der vor allem von den reizvollen Landschaften angezogen wird, sowie andere Dienstleistungsbereiche. Benannt wurde der Staat nach dem amerikanischen Präsidenten George Washington. Der Beiname des Staates lautet: Evergreen State (der immergrüne Staat). Zu den wichtigsten Städten gehören die Hauptstadt Olympia sowie Seattle (die bevölkerungsreichste Stadt), Spokane, Tacoma, Bellevue und Everett.
Mit einer Fläche von 184 666 Quadratkilometern steht Washington an 18. Stelle in der Rangfolge der größten US-Bundesstaaten; 30,8 Prozent des Landes sind Eigentum der Zentralregierung. Die Form des Staates entspricht etwa einem Rechteck. Die größten Abmessungen betragen in nordsüdlicher Richtung etwa 380 Kilometer und in ostwestlicher Richtung ungefähr 555 Kilometer. Der Staat hat einen Anteil von 253 Kilometern an der Pazifikküste. Die Höhenlage reicht von Meereshöhe bis zum Gipfel des Mount Rainier mit 4 392 Metern; die durchschnittliche Höhenlage beträgt 520 Meter.
Washington gliedert sich von West nach Ost in vier wichtige geographische Regionen: das Küstengebirge, den Puget Trough, die Kaskadenkette und das Columbia Plateau. Der Westteil Washingtons gehört zur Region des Küstengebirges. Die niedrigen Berge im Südwesten, regional unter der Bezeichnung Willapa Hills bekannt, bilden den flachsten Abschnitt der Gebirge an der Pazifikküste. Die höchsten Erhebungen erreichen hier etwa 948 Meter. Die nördlich des Chehalis-Flusstales gelegenen Olympic Mountains weisen dagegen die höchsten Berge des gesamten pazifischen Küstengebirgssystems auf. Mit einer Höhe von 2 424 Metern ist der Mount Olympus die höchste Erhebung. Mit Gletschern, die sich weit in die Täler hineinziehen, und den schneebedeckten Gipfeln gehören die Olympic Mountains zu den landschaftlich spektakulärsten Gebieten des Küstengebirges; sie bilden den Hauptteil des Olympic Nationalparks. Im Osten des Küstengebirges liegt der Puget Trough, eine Senke, die sich ungefähr in Nord-Süd-Richtung durch den gesamten Staat zieht. Das Gebiet erreicht eine maximale Höhe von etwa 150 Metern; die überwiegend flache Ebene wird zeitweilig von kleineren Hügeln aus glazialen Ablagerungen unterbrochen. Östlich des Puget Trough befindet sich die zerklüftete und geologisch komplex aufgebaute Kaskadenkette. Südlich der Gegend des Mount Rainier besteht die Kaskadenkette aus einem Tafelland vulkanischen Ursprungs, das Vulkankegel wie Mount Adams und Mount Saint Helens aufweist. Beim nördlichen Abschnitt des Gebirges handelt es sich dagegen um ein Granitmassiv, das die größten Gletscher aller US-Bundesstaaten – Alaska ausgenommen – aufweist. Ein Teil dieses Gebiets gehört zum North Cascades National Park. Der südöstliche Teil des Staates gehört zum Columbia Plateau. Dabei handelt es sich um ein großes Becken, dessen Morphologie durch die fließende Lava gebildet wurde. In Washington ist das Columbia Plateau vom Columbia River und dem Snake River tief eingeschnitten worden. Die Palouse Hills im Südosten sind mit fruchtbaren Lößböden bedeckt (vom Wind verwehter Flugstaub); hier liegt eine der landwirtschaftlich bedeutendsten Regionen des Staates. Im äußersten Südosten befinden sich die nur mäßig hohen (unter 2 000 Meter) Blue Mountains. Die nordöstliche Ecke Washingtons wird von Ausläufern der Rocky Mountains durchquert. Die Berge weisen hier Höhen von mehr als 2 200 Metern auf. Zu den wichtigsten Flüssen des Staates gehören der Columbia River (der längste Fluss im Westen der USA) sowie seine Nebenflüsse Snake, Spokane, Wenatchee und Yakima. Weitere bedeutende Flüsse sind der Chehalis, Cowlitz, Nisqually und Skagit. Beim Puget Sound, dessen Fläche etwa ein Fünftel der Fläche des Eriesees beträgt, handelt es sich um eine Ausbuchtung des Pazifischen Ozeans. Mit seinen zahlreichen Meeresarmen ist er das bedeutendste Gewässer Washingtons. Der größte natürliche See des Staates ist der Lake Chelan, ein langer und schmaler eiszeitlich gebildeter See im Norden der Kaskadenkette. Durch die Aufstauung des Columbia Rivers wurden große Stauseen geschaffen. Dazu gehören der Franklin-D.-Roosevelt-Stausee (am Grand Coulee Dam) und der Banks Lake (am Dry Falls Dam); beide liegen im Nordosten des Landes.
Das Klima in Washington ändert sich von West nach Ost grundlegend. Während im Westteil des Staates ein mildes und feuchtes, ozeanisch geprägtes Klima vorherrscht, hat es östlich der Kaskadenkette deutlich kontinentaleren Charakter, es ist kühler und trockener. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen schwanken zwischen 10,6 °C an der Pazifikküste und 4,4 °C im Nordosten. Die tiefste jemals in Washington gemessene Temperatur betrug - -44,4 °C, ermittelt 1968; die absolute Höchsttemperatur lag bei 47,8 °C im Jahr 1961.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |