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Intarsia

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Intarsientruhe im TudorstilIntarsientruhe im Tudorstil

Intarsia (italienisch, von arabisch tarsi: Besetzen, Auslegen), meist in der Pluralform Intarsien verwendet, dekorative Einlegearbeiten, bei denen kleine Teilstücke aus gleichem oder kontrastierendem Material in einen festen Untergrund aus Holz, Metall, Elfenbein oder Schildpatt zu figürlichen oder ornamentalen Mustern eingelassen werden. Die Wirkung hängt stark vom Farb- und Strukturkontrast zwischen dem eingelegten Material und dem Untergrund und der Feinheit bzw. Komplexität der Muster ab. Exotische Hölzer oder eine Kombination aus Elfenbein und fein gemasertem Holz z. B. ergeben eine besonders schöne und edle Wirkung. Intarsienarbeiten unterscheiden sich von Marketerien, denen sie optisch sehr stark ähneln können, dadurch, dass dort die Musterteile lediglich auf das Trägermaterial aufgelegt werden.

Die gängigste Methode zur Herstellung von Intarsien besteht darin, das Einlagematerial, das bereits in der gewünschten Form zurechtgeschnitten ist, auf den Untergrund aufzulegen, die Umrisse mit einem scharfen Messer zu markieren und anschließend eine flache Vertiefung in das Untergrundmaterial zu schneiden oder zu stemmen, in die das Einlegestück eingeklebt wird.

Intarsien waren im alten Orient bereits seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bekannt und besonders in der islamischen Kunst und in der italienischen Renaissance, später auch in Mitteleuropa beliebt. Sie dienten besonders zur Dekoration von Möbeln, Musikinstrumenten und anderen Holzarbeiten wie Tabletts und Kästchen, wurden später aber auch für Raumvertäfelungen oder Chorgestühle verwendet. Chinesische Möbel aus der Zeit der Ming-Dynastie (1368- 1628) und Möbel, die vom 17. Jahrhundert an in Indien für den europäischen Markt angefertigt wurden, zeigen eine hohe technische Qualität. Besondere Meister der Intarsienarbeit waren die französischen Möbelkünstler André Charles Boulle und Jean Henri Riesener sowie der deutsche Kunsttischler David Roentgen.

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