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Aurelian

Enzyklopädieartikel

Aurelian, vollständiger Name Lucius Domitius Aurelianus, (214-275), römischer Kaiser (270-275), wahrscheinlich in Sirmium in Pannonien geboren.

Aurelian war gewöhnlicher Soldat, der es unter den römischen Kaisern Valerian und Claudius II. zu hohen Ämtern im Heer brachte. Nach dem Tod Claudius’ im Jahr 270 wurde Aurelian vom Heer zum Kaiser gewählt. Er schlug die Alemannen, übergab die Provinz Dakien (Dazien) den Goten und machte die Donau zur nördlichen Grenze seines Kaiserreiches. 270 zog er gegen Zenobia, die Königin von Palmyra (arabisch Tudmur); er besiegte Zenobia in zwei Schlachten und belagerte sie in Palmyra, das 272 kapitulierte. Aurelian nahm die Königin anschließend gefangen und machte die Stadt dem Erdboden gleich. Aurelian ist es gelungen, Heeresdisziplin und Reichseinheit wiederherzustellen und den Wohlstand in seinem Reich zu mehren. Vom Senat wurde ihm der Titel Restitutor Orbis („Restaurator des Reiches”) verliehen. Auf einem Feldzug gegen die Perser erlag Aurelian einem Mordanschlag einiger seiner Offiziere. Die Aurelianische Mauer, im Wesentlichen heute noch gut erhalten, wurde zum größten Teil unter Aurelians Herrschaft gebaut, jedoch erst unter dem römischen Kaiser Marcus Aurelius Probus völlig fertig gestellt. Sie war gedacht als Befestigung Roms gegen germanische Angriffe, war 19 Kilometer lang und 16 Meter hoch.

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