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Windows Live® Suchergebnisse Commonwealth of NationsEnzyklopädieartikel
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Commonwealth of Nations, loser, im Wesentlichen aus dem britischen Kolonialreich hervorgegangener freiwilliger Zusammenschluss von Staaten, die die britische Krone tatsächlich als Staatsoberhaupt oder symbolisch als Oberhaupt des Staatenverbundes anerkennen.
Dem Commonwealth of Nations gehören 53 souveräne Staaten an, und zwar das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, Antigua und Barbuda, Australien, die Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belize, Botswana, Brunei, Dominica, Fidschi, Gambia, Ghana, Grenada, Guyana, Indien, Jamaika, Kamerun, Kanada, Kenia, Kiribati, Lesotho, Malawi, Malaysia, die Malediven, Malta, Mauritius, Moçambique, Namibia, Nauru, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, Papua-Neuguinea, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, die Salomonen, Sambia, Samoa, die Seychellen, Sierra Leone, Singapur, Sri Lanka, Südafrika, Swasiland, Tansania, Tonga, Trinidad und Tobago, Tuvalu, Uganda, Vanuatu und Zypern. Südafrika schied 1961 aus dem Commonwealth aus, kehrte aber 1994, nach dem Ende der Apartheid und den ersten freien, gleichen Wahlen, wieder in die Organisation zurück. Pakistan trat 1972 aus dem Commonwealth aus und wurde 1989 wieder Mitglied. Nach dem Militärputsch gegen die Zivilregierung 1999 wurde Pakistans Mitgliedschaft suspendiert, 2004 wurde das Land wieder als Vollmitglied in die Gemeinschaft aufgenommen, aber 2007 wurde die Mitgliedschaft erneut suspendiert. Fidschi wurde 1987, ebenfalls nach einem Militärputsch, ausgeschlossen und 1998, nach der Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen, wieder aufgenommen. 2002 wurde die Mitgliedschaft Simbabwes infolge der Präsidentschaftswahlen, die in keiner Hinsicht demokratischen Erfordernissen entsprachen, suspendiert; 2003 trat Simbabwe, nachdem die Suspendierung auf unbestimmte Zeit verlängert worden war, aus dem Bündnis aus. Die Republik Irland hat besondere wirtschaftliche Beziehungen zum Commonwealth, ist aber kein Mitglied.
Durch die Umwandlung einiger britischer Kolonien in selbst verwaltete Dominions im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert (Kanada 1867, Australien 1900, Neuseeland 1907, Südafrika 1910) begann sich die Struktur des British Empire zu wandeln. Nach dem 1. Weltkrieg, an dem sie als eigenständige Staaten teilgenommen hatten und an dessen Ende sie als eigenständige Unterzeichner der Friedensverträge aufgetreten waren, strebten die Dominions eine Neuordnung ihres Verhältnisses zu Großbritannien an. Diese Neuordnung wurde auf der Imperial Conference 1926 zwischen Großbritannien und den Dominions beschlossen und 1931 im Westminster-Statut rechtlich fixiert: Auf der Imperial Conference hatte man sich darauf geeinigt, dass künftig Großbritannien und die Dominions denselben Status haben und kein Land dem anderen in irgendeiner Art untergeordnet sein sollte, weder innen- noch außenpolitisch, und dass Großbritannien und die Dominions, vereint durch ihr Untertanenverhältnis zur britischen Krone, miteinander verbunden seien als Mitglieder des British Commonwealth of Nations. Durch das Westminster-Statut, das diesen Beschluss aufnahm und zum Gesetz erhob, wurde den Dominions faktisch die völlige Unabhängigkeit zugestanden, zugleich der lockere Verbund mit dem „Mutterland” Großbritannien geschaffen. Die Dekolonisation nach dem 2. Weltkrieg veränderte die Gestalt des Commonwealth grundsätzlich; den Präzedenzfall hierzu schuf Indien. Indien war 1947 als Dominion im Rahmen des Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen worden, wandelte sich 1949 in eine Republik um und wollte dennoch Mitglied des Commonwealth bleiben, obwohl es den britischen Monarchen nicht mehr als Staatsoberhaupt anerkannte. In der London Declaration von 1949 änderten daraufhin die Premierminister der Commonwealth-Staaten die Aufnahmekriterien und gestatteten nun auch Republiken den Beitritt, sofern sie den britischen Monarchen als Oberhaupt des Commonwealth anerkannten. Um dem neuen Charakter des Staatenverbundes Rechnung zu tragen, tilgte man zugleich das Wort „British” aus seinem Namen. In der Folgezeit war es für zahlreiche Staaten, die als ehemalige britische Kolonien im Rahmen des Dekolonisationsprozesses ihre Unabhängigkeit erlangt hatten, nahezu selbstverständlich, sich dem Commonwealth anzuschließen.
Oberhaupt des Commonwealth ist der britische Monarch. Sein wichtigstes politisches Organ sind die Commonwealth-Konferenzen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten, die alle zwei Jahre stattfinden und auf denen Strategie und konkrete Programme für das Commonwealth festgelegt werden. Für die Umsetzung der Beschlüsse der Konferenzen sowie der Ziele und Leitlinien des Commonwealth sind drei zwischenstaatliche Organisationen zuständig: das 1965 geschaffene Commonwealth-Sekretariat mit Sitz in London und einem Generalsekretär an seiner Spitze, das vor allem die Zusammenarbeit innerhalb des Commonwealth sowie die Beziehungen zu Dritten koordiniert, die ebenfalls 1965 gegründete und in London ansässige Commonwealth-Foundation, die sich vor allem um die Zusammenarbeit mit und zwischen Nichtregierungsorganisationen in den Mitgliedsländern kümmert, sowie das 1989 eingerichtete Commonwealth of Learning mit Sitz in Vancouver, das für die Förderung und den Austausch von Wissen und Bildung zuständig ist und vor allem den Entwicklungsländern den Zugang zu Bildung erleichtern soll. Das Commonwealth of Nations ist ein freiwilliger Zusammenschluss unabhängiger Staaten, die jederzeit aus dem Verbund austreten, bei Verstößen gegen die Grundprinzipien des Commonwealth aber auch ausgeschlossen werden können. Zu seinen Mitgliedern gehören Länder der unterschiedlichsten Größen, Kulturkreise, ethnischen Zusammensetzungen und Entwicklungsstufen auf allen Kontinenten, und es umfasst etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung. Sein vordringliches Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen in seinen Mitgliedsländern. Folgerichtig bemüht sich die Organisation daher vor allem um Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten ebenso sehr wie zwischen den verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen und Gruppierungen innerhalb und zwischen den Mitgliedsstaaten, und zwar besonders in den Bereichen Demokratisierung, Friedenssicherung, Menschenrechte, Bekämpfung der Armut, nachhaltige Entwicklung, Handel und Schuldenmanagement.
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