Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Igor Tamm

Windows Live® Suchergebnisse

  • Igor Jewgenjewitsch Tamm – Wikipedia

    Igor Jewgenjewitsch Tamm (russisch   И́горь Евге́ньевич Тамм, wiss. Transliteration Igor' Evgen'evič Tamm; * 8. Juli 1895 in Wladiwostok; † 12.

  • Johanneum Lüneburg Gorleben Igor Tamm

    Leitseite ... Igor Jewgenjewitsch Tamm (1895-1971), sowjetischer Physiker und Nobelpreisträger, der sich in erster Linie mit der Relativitätstheorie und Quantenmechanik ...

  • Igor Tamm - MSN Encarta

    Tamm, Igor Jewgenjewitsch 1895-1971, russischer Atomphysiker und Nobelpreisträger. Tamm lieferte wichtige Beiträge zur Festkörper- und Plasma...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Igor Tamm

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Igor Jewgenjewitsch TammIgor Jewgenjewitsch Tamm

Igor Tamm (1895-1971), russischer Atomphysiker und Nobelpreisträger. Tamm lieferte wichtige Beiträge zur Festkörper- und Plasmaphysik, zur Quantenmechanik und zur Feldtheorie der Kernkräfte. Er entwickelte mit anderen das Prinzip des Tokamaks (siehe Kernenergie) und arbeitete eine theoretische Interpretation der Tscherenkow-Strahlung aus.

Tamm wurde am 8. Juli 1895 in Wladiwostok geboren. Nach dem Abschluss der Schulausbildung 1913 hielt er sich für ein Jahr im Rahmen eines Auslandsstudiums in Edinburgh (Schottland) auf. Nach Russland zurückgekehrt, begann er 1914, Mathematik und Physik an der Staatsuniversität Moskau zu studieren. Während der Russischen Revolution (1917) bis zum Ende des Bürgerkrieges (1922) war Tamm politisch auf Seiten der Bolschewiki aktiv. Bereits nach seiner Graduierung 1918 wechselte Tamm an die Universität von Odessa und arbeitete dort als wissenschaftlicher Assistent bei Leonid Mandelstam. 1923 erhielt er den Ruf einer Moskauer Universität und übernahm 1924 eine Professur an der Staatsuniversität. Ab 1934 war Tamm Leiter der Abteilung für Theoretische Physik am Pjotr-Nikolajewitsch-Lebedew-Institut der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Diesen Posten hatte der Physiker bis zu seinem Tod inne. Er starb nach schwerer Krankheit am 12. April 1971 in Moskau.

Tamm entwickelte von 1924 bis 1930 eine Quantentheorie der akustischen Schwingungen und der Lichtstreuung in Festkörpern sowie die Theorie über die Wechselwirkung zwischen Photonen und Elektronen. 1933 warf Tamm in die wissenschaftliche Diskussion ein, dass Elektronen an vollkommen sauberen Oberflächen von Halbleitern so genannte Oberflächenzustände (Tamm-Zustände) einnehmen, die durch lokale Störstellen ausgelöst werden. Kurz nach der Entdeckung der Tscherenkow-Strahlung durch Pawel Alexejewitsch Tscherenkow lieferte Tamm 1937 gemeinsam mit seinem Kollegen Ilja Michajlowitsch Frank eine theoretische Erklärung für den zu Grunde liegenden Tscherenkow-Effekt. Für ihre Arbeiten zur Tscherenkow-Strahlung erhielten Tamm, Frank und Tscherenkow 1958 gemeinsam den Nobelpreis für Physik. Bereits 1950 schlug Tamm vor, elektrische Ladungen in ionisierten Gasen zur Überwachung der thermonuklearen Energiegewinnung einzusetzen. Nur wenig später entwickelte er gemeinsam mit Andrej Dmitrijewitsch Sacharow das Prinzip des Tokamaks (siehe Teilchenbeschleuniger).

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft