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Windows Live® Suchergebnisse EnglandEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
England, Teil der Insel Großbritannien, der größten der Britischen Inseln. Zusammen mit Wales und Schottland umfasst England den wesentlichen Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland. England erstreckt sich über den gesamten Bereich der Insel östlich von Wales und südlich von Schottland. Die Grenze zu Schottland reicht vom Solway Firth im Westen entlang den Cheviot Hills bis zur Mündung des Tweed im Osten. Im Osten grenzt England an die Nordsee und erstreckt sich über East Anglia und North Foreland in Kent zu den nördlichen Ausläufern der Kalkhochländer im Südosten Englands, den Downs. Die Südküste verläuft entlang dem Ärmelkanal und der Straße von Dover. Die Westseite Englands reicht von der Grenze zu Schottland entlang der Küste an der Irischen See, der Grenze zu Wales und der Küste an der Keltischen See bis nach Land’s End, dem westlichsten Punkt Englands. Die Gesamtfläche Englands beträgt 130 410 Quadratkilometer, das entspricht 57 Prozent der Fläche Großbritanniens. Zu England gehören auch die Region der im Südwesten vorgelagerten Scilly-Inseln, die vor der Südküste gelegene Isle of Wight sowie die Isle of Man in der Irischen See zwischen England und Nordirland. Die Hauptstadt London ist die größte Stadt und wichtigste Hafenstadt Englands. Gleichzeitig ist London auch die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches (Großbritannien).
Die stark gegliederte Küste ist eines der physiographischen Hauptmerkmale Englands. In England gibt es eine Vielfalt unterschiedlicher Naturräume. Die Hochlandregion der Pennines erstreckt sich in Nordengland. Sie besteht aus mehreren Ketten, die sich von den Cheviot Hills nach Süden bis zum Peak District direkt nördlich des Flusstales des Trent erstrecken. Die höchste Erhebung Englands ist der im Lake District gelegene Scafell Pike (978 Meter) in der Grafschaft Cumbria, die zu den landschaftlich sehenswertesten Regionen Englands zählt. Die Region zwischen der walisischen Grenze, den südlichen Ausläufern der Pennines und dem Bristolkanal wird von Hügelland eingenommen. An dieses Gebiet schließen nach Osten in Mittelengland die Midlands an. Der flachste Teil Englands liegt östlich der Pennines und der Midlands. Er verläuft von den Yorkshire Moors (einem Hochlandausläufer der Pennines) nach Lincolnshire bis zum fruchtbaren Ackerland East Anglias. Dieses Flachland umfasst The Fens, ein in weiten Teilen trockengelegtes Marschland, sowie die breiten Mündungsgebiete einiger Flüsse wie des Ouse und des Witham. Cornwall und Devon auf der Halbinsel im Südwesten werden von Hochländern und Mooren geprägt. Das ausgedehnteste Hochland in diesem Bereich ist Dartmoor (bis 621 Meter hoch). Das Gebiet zählt zu den rauesten Gegenden Englands. Das Landschaftsbild Südenglands wird von verschiedenen Hügelketten geprägt. Dazu gehören die Mendip Hills, die Cotswold Hills, die Chiltern Hills und die Downs, eine aus Kalk aufgebaute Hügelkette im Südosten Englands. Die South Downs treffen in der Nähe von Brighton auf die Küste, die North Downs bei Dover, wo sie in den berühmten weißen Klippen enden.
Das Klima Englands ist aufgrund der Nähe zu angrenzenden Meeren und vor allem des Golfstroms für die Breitenlage relativ mild. Die Jahresschwankungen der Temperatur sind entsprechend gering. Die mittlere Jahrestemperatur bewegt sich zwischen 11,1 °C im Süden und 8,9 °C im Nordosten. Die mittleren Temperaturen liegen im Juli um 16,1 °C, im Januar um 4,4 °C. In London liegen die entsprechenden Werte bei 18 °C bzw. 4,5 °C. Der mittlere Jahresniederschlag beträgt landesweit etwa 760 Millimeter; regenreichster Monat ist der Oktober. Die Westküste erhält mehr Niederschlag als die Ostküste. Im Winter kann überall in England Schnee fallen. Am häufigsten schneit es im nördlichen Teil der Pennines.
In den Tiefländern Englands wachsen Eichen und Buchen, in den bergigen Gegenden Kiefern und Birken. Jahrhundertelange Abholzung führte dazu, dass heute nur noch 7 Prozent der Gesamtfläche des Landes mit Wald bedeckt sind. Durch Wiederaufforstungsprogramme wurde die Waldfläche seit dem 2. Weltkrieg vergrößert. Im Südwesten Englands gibt es Heideland (moorlands) mit Heidekraut, Ginster, Vogel- und Blaubeeren – eine durch Weidetätigkeit und Brandrodung entstandene Kulturlandschaft. In feuchten Lagen des Berglandes entwickelten sich die in Mitteleuropa nicht vorhandenen Deckenmoore. Die Säugetierfauna entspricht weitgehend der Mitteleuropas. Zu den Paarhufern gehören Rothirsche und Rehe sowie die eingebürgerten Damhirsche, Sikahirsche, Wasserrehe und Muntjaks; ausgerottet sind Wildschweine. In Exmoor und im New Forest gibt es halbwilde Ponys. Das Eichhörnchen wird durch das nordamerikanische Grauhörnchen verdrängt. Im Süden wurde das Benett-Känguru eingebürgert; ebenfalls ein fremdes Faunenelement ist der Mink (siehe Nerze). An den Küsten leben Seehunde und Kegelrobben. Aufgrund der langen Küstenlinien gibt es zahlreiche Arten von Meeresvögeln; im Heideland kommen Moorschneehühner vor.
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