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England

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England: LandschaftenEngland: Landschaften
Artikelgliederung
2.3

Natur- und Denkmalschutz

Die hierfür zuständigen Regierungsressorts sind in England die Countryside Commission und das English Heritage. Anfang der neunziger Jahre waren sie für die 22 Prozent der Landesfläche verantwortlich, die als Naturparks oder Gebiete außergewöhnlicher natürlicher Schönheit ausgewiesen waren, und (was das English Heritage betrifft) für die Gebäude und Denkmäler, die von besonderer architektonischer und geschichtlicher Bedeutung sind. Auch eine Reihe ehrenamtlicher Organisationen befassen sich mit dem Naturschutz. Eine davon ist der National Trust, der sich dem Schutz großer Küstenabschnitte Englands sowie vieler Gebäude widmet. Der Schutz der wild lebenden Tiere wird hauptsächlich durch den Wildlife and Countryside Act von 1981 sichergestellt. Für bedrohte Tierarten wurden Schutzprogramme durchgeführt. In England gibt es etwa 200 staatlich geförderte Naturschutzgebiete. Diese umfassen auch die Küstennaturschutzgebiete auf Lundy vor der Küste Devons. Eine Vielzahl von Naturschutzgebieten wurden von freiwilligen Körperschaften wie der Royal Society for the Protection of Birds, der europaweit größten ehrenamtlichen Naturschutzorganisation, gegründet.

Englands Nationalparks umfassen den North York Moors Nationalpark, den Yorkshire Dales Nationalpark, den Exmoor Nationalpark, den Lake District Nationalpark, den Peak District Nationalpark und den Northumberland Nationalpark. Anders als in vielen anderen Ländern sind diese Nationalparks nicht einfach unbebaute Gebiete, die dem Schutz der Pflanzen und Tiere vorbehalten sind, sondern umfassen die landschaftlich reizvollsten Gegenden des Landes, einschließlich der Siedlungen. In diesen Regionen werden besondere Kontrollmaßnahmen bei der Raumentwicklung sowie Bestimmungen zur Förderung und Erhaltung der traditionellen Wirtschaftszweige, die diese Landschaften mitgestalteten, durchgeführt.

3

Bevölkerung

England hat 50,1 Millionen Einwohner. Dies entspricht mehr als 83 Prozent der Gesamtbevölkerung von Großbritannien und Nordirland. Die Bevölkerungsdichte von rund 384 Menschen pro Quadratkilometer ist die höchste des Staates und eine der höchsten der Welt.

Der überwiegende Teil der englischen Bevölkerung stammt wie der der Britischen Inseln im Allgemeinen von den Kelten, den Völkern der Iberischen Halbinsel sowie von den späteren Eroberern der Inseln, den Römern, Angeln und Sachsen, Dänen und Normannen ab. Seit 1950 nahm die ethnische Vielfalt in England – insbesondere in den großen Städten – durch Einwanderer aus Südasien und der Karibik zu. Zu den zahlreichen weiteren Volksgruppen gehören Chinesen, Ost- und Südeuropäer, Vietnamesen sowie Menschen aus Ost- und Westafrika.

3.1

Wichtige Städte

Rund 80 Prozent der Bevölkerung leben in Städten und fast 40 Prozent davon in den sieben großen Ballungszentren Groß-London, Tyne and Wear, South Yorkshire, West Yorkshire, West Midlands, Groß-Manchester und Merseyside. Die Hauptstadt London ist mit 7,51 Millionen Einwohnern (2006) größte Stadt Englands. Weitere große Städte sind Birmingham (976 000), Liverpool (439 000), Manchester (393 000) und Bristol (381 000).

3.2

Religion

Im 16. Jahrhundert wurde die anglikanische Kirche während der Reformation zur Staatskirche. Formell gehören ihr fast drei Fünftel der Bevölkerung an. Im November 1992 stimmte die Generalsynode der anglikanischen Kirche per Abstimmung der Ordination von Frauen zu. Die dazu notwendige Gesetzgebung wurde anschließend vom Parlament verabschiedet, und die ersten Pfarrerinnen wurden im April 1994 ordiniert. Weitere protestantische Glaubensgemeinschaften sind u. a. die Methodisten, die Baptisten, die United-Reform-Church, die Unitarier und zahlreiche Pfingstbewegungen. Zweitgrößte Glaubensgemeinschaft nach den Anglikanern ist die römisch-katholische Kirche, zu der sich etwa sechs Millionen Menschen bekennen.

3.2. 1

Feiertage

Im Norden von England ist der Neujahrstag (1. Januar) auch unter der Bezeichnung First Foot Day (Tag des ersten Schritts) bekannt. Dieser Name stammt von einem alten Brauch, bei dem es darauf ankam, in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages als Erster die Türschwelle eines Hauses zu überschreiten. Den Maifeiertag begeht man am ersten Montag im Mai. Am zweiten Samstag im Juni wird wetterbedingt der Geburtstag der im April geborenen Königin Elisabeth II. gefeiert. Am 5. November begeht man den Guy Fawkes Day oder auch Bonfire Night (Nacht der Freudenfeuer). Mit dem Remembrance Day am zweiten Sonntag im November gedenkt man der Kriegsveteranen. Der Boxing Day am 26. Dezember trägt seinen Namen wegen der kleinen Behälter aus Ton, mit denen früher die Geschäftsleute und Bediensteten umhergingen, um Trinkgeld einzusammeln. Heute ist dieser Tag ein ganz normaler Feiertag, an dem zahlreiche Sportveranstaltungen stattfinden.

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