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England

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England: LandschaftenEngland: Landschaften
Artikelgliederung
3.3

Sprache

In England spricht man Englisch, die Verwaltungssprache Großbritanniens. Zudem gibt es in England zahlreiche regionale Dialekte, die zum Teil erheblich vom Standardenglisch abweichen. Darüber hinaus kam es durch den Zustrom der Einwanderer - größtenteils aus anderen Teilen Großbritanniens und ehemaligen Überseekolonien - zu einer Verbreitung zahlreicher weiterer Sprachen.

4

Bildungswesen

Zur Entwicklung und Verwaltung des Schulsystems siehe Großbritannien. In England und Wales werden über 90 Prozent der Grund- und weiterführenden Schulen vollständig durch öffentliche Gelder finanziert. Die restlichen Schulen sind größtenteils Privatschulen, die meist von einer Kirche geführt werden. Rund 7 Prozent der Kinder besuchen unabhängige gebührenpflichtige Schulen.

Der Wechsel von der Grund- auf eine weiterführende Schule vollzieht sich im Alter von elf Jahren. Einige regionale Schulbehörden nehmen jedoch eine Drittelung der Schulzeit vor: eine Unterstufe (für Schüler zwischen fünf und acht bis zehn Jahren) eine Mittelstufe (für acht- bzw. zehnjährige bis 14-jährige Schüler) und eine Oberstufe (für 14- bis 18-jährige Schüler).

Körperlich oder geistig behinderte Kinder erhalten in der normalen Schule besondere Hilfen oder besuchen Ganztags- oder Internatssonderschulen.

4.1

Universitäten und Hochschulen

Von den 120 Hochschulen sind 90 Universitäten. Vor 1992 waren 34 der Universitäten polytechnische Oberschulen, die per Gesetz den Universitätsstatus erhielten. Die englischen Universitäten, die akademische Grade verleihen, wurden mit Ausnahme der Universitäten Oxford und Cambridge im 19. und 20. Jahrhundert gegründet, viele erst nach 1960 .

4.2

Kultur

Ein kurzer Überblick über die Vor- und Frühgeschichte Englands findet sich im Artikel Englische Kunst und Architektur. Die Kultur der Kelten verbreitete sich im 1. Jahrtausend v. Chr. (keltische Kunst). Straßen und Ruinen zeugen von der Besetzung durch die Römer, die mit den Eroberungszügen von Julius Caesar 55 und 54 v. Chr. begann. Sie gipfelte in der Invasion 43 n. Chr. und dauerte bis ins 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung an. Die römischen Soldaten brachten das Christentum nach England, das jedoch von der Bevölkerung kaum angenommen wurde. Erst mit der Ankunft des heiligen Augustin, dem ersten Erzbischof von Canterbury, breitete sich im 6. Jahrhundert das Christentum aus.

Nach dem Abzug der Römer wurde England zunächst von den Angeln, Sachsen und Jüten, die aus dem Gebiet des heutigen Dänemarks und Frieslands kamen, überfallen und dann besiedelt. Sie errichteten eine Reihe kleiner Königreiche und setzten ihre Kultur durch. Die englische Kultur, insbesondere im Nordosten, spiegelt allerdings auch den Einfluss der späteren Überfälle und der Besiedlung durch skandinavische Wikinger wider (Wikingerkultur). Aufzeichnungen über diese Zeit finden sich in den Annalen, dem Anglo-Saxon Chronicle und in den Schriften des Ehrenwerten Beda, eines Theologen und Historikers. Die Eroberung durch die Normannen 1066 war die letzte erfolgreiche Invasion Englands, die die Vorherrschaft der Angelsachsen beendete und durch das Zusammentreffen der sächsischen und der keltischen Einflüsse mit den normannischen eine neue Kultur schuf. Die Normannen führten den Feudalismus im Land ein und benutzten das Französische als Sprache bei Hof. Zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert wurde Französisch auch in der Mundartliteratur verwendet. Gelehrte und religiöse Literatur wurde auf Latein geschrieben.

Eine der wichtigsten Aufgaben Wilhelms I. des Eroberers und seiner Nachfolger war, eine Verbindung zwischen den Normannen und den Sachsen herzustellen und ihre gemeinsame Verteidigung gegen Grenzüberfälle der Waliser und der Schotten zu organisieren. Es entwickelte sich eine Gesellschaftsordnung, von der einige Elemente bis heute erhalten geblieben sind. Beispielsweise gehen sowohl die englische Klassengesellschaft als auch der Erbadel auf die normannische Zeit zurück.

Der Niedergang des Feudalismus, der Ende des 14. Jahrhunderts einsetzte, führte in England wie auch andernorts zum Aufstieg der Städte und der Bildung einer Mittelschicht. Seit dem 14. Jahrhundert bildete sich eine weltliche Nationalkultur heraus. Die Gebildeten sprachen nun Englisch (eine Mischung aus angelsächsischen und frankonormannischen Sprachelementen).

4.2. 1

Bibliotheken und Museen

Regionale Behörden verwalten in ganz Großbritannien rund 4 100 öffentliche Bibliotheken. In London befindet sich die British Library, Großbritanniens Nationalbibliothek. Sie ist eine der weltweit größten Bibliotheken, deren Sammlungen über 18 Millionen Bücher enthalten. Weitere Buchsammlungen sind die Zentralbibliothek der Universität London, die Bibliothek des Naturwissenschaftlichen Museums und die Bibliothek des Nationalarchivs. Außerhalb Londons gibt es eine Reihe wichtiger Universitätsbibliotheken, insbesondere die in Oxford und Cambridge. Die Stadt verfügt auch über zahlreiche private Sammlungen wie die London Library und die Bibliotheken des Royal Institute of International Affairs, der Royal Geographical Society, und der Königlichen Musikakademie. In den meisten Städten befinden sich Museen und Kunstgalerien. Das bekannteste und größte Museum ist das Britische Museum in London. Es umfasst sowohl Kunstsammlungen als auch Sammlungen archäologischer Funde aus der ganzen Welt. Weitere hervorragende Londoner Museen und Galerien sind die Tate Gallery, die Nationalgalerie, das Naturhistorische Museum, das Naturwissenschaftliche Museum, die National Portrait Gallery, das Imperial War Museum, die Wallace Collection und das Victoria und Albert Museum. Die Tate Gallery hat in Liverpool und St. Ives Zweigstellen. Außerhalb der Hauptstadt liegen noch viele weitere bemerkenswerte Museen wie das Ashmolean in Oxford und das Fitzwilliam Museum in Cambridge.

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