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  • Krebserkrankungen

    Krebs, spezielle Informationen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder oder zu Erkankungen wie Brustkrebs, Leukämie oder Lymphknotenkrebs.

  • Krebs (Medizin) – Wikipedia

    In Deutschland treten Krebserkrankungen gehäuft in Organen wie Brustdrüse (Frauen), Prostata (Männer), Lunge und Dickdarm auf. Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die ...

  • Krebserkrankungen

    Überblick: Krebserkrankungen stehen nach Herz-Kreislaufkrankheiten an zweiter Stelle der Todesursachen in Deutschland. Jährlich erkranken etwa 350.000 Menschen neu an Krebs.

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Krebserkrankungen

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Gebärmutter- und EierstockkarzinomeGebärmutter- und Eierstockkarzinome
Artikelgliederung
5.1

Biopsie

Die Biopsie liefert als einzige Krebsuntersuchungsmethode eindeutige Ergebnisse. Dabei wird eine Gewebeprobe des Tumors oder einer Metastase entnommen. Die moderne Technologie hat die Notwendigkeit der offenen chirurgischen Biopsie weitgehend reduziert. Durch Ertasten oder mit Hilfe der Computertomographie oder computergesteuerten Axialtomographie kann durch eine dünne Spezialkanüle mit Schneidvorrichtung eine Gewebeprobe von Geschwüren aus jedem beliebigen Körperteil entnommen werden. Dies ermöglicht eine Diagnose vor einem größeren operativen Eingriff, so dass Arzt und Patient nötigenfalls Behandlung und Operation besser planen können.

5.2

Krebsstadien

Nach einer Krebsdiagnose müssen Ausmaß und Stadium der Erkrankung bestimmt werden, weil davon die Prognose (die Vorhersage über wahrscheinlichen Verlauf und Ausgang der Krankheit) und die Wahl einer geeigneten Behandlung abhängen. Für jede Art von Tumor wird das Stadium (I, II, III oder IV) je nach Ausbreitung definiert: kleiner, örtlich begrenzter Tumor, örtlich weiter ausgedehnter Tumor, Befall der regionalen Lymphknoten und Fernmetastasen. Anhand von Informationen, die vor einem operativen Eingriff gewonnen werden, bestimmt man das klinische Stadium der Erkrankung und wählt danach die geeignete Erstbehandlung. Im chirurgischen Stadium, das sich vom klinischen unterscheiden kann, werden die Befunde einer operativen Untersuchung als Grundlage für weitere Behandlung und Prognose herangezogen. Dies dient auch zur Bewertung des Erfolgs anderer Behandlungen.

6

Behandlung

Die herkömmlichen Methoden zur Behandlung von Krebserkrankungen sind Operation, Strahlen- und Chemotherapie. Auch der Nutzen der Immuntherapie und biologischer Immunmodulatoren wird geprüft.

6.1

Chirurgie

Der erste Ansatz zur Heilung von Krebs ist die Beseitigung aller bösartigen Zellen durch einen chirurgischen Eingriff. In der Vergangenheit bedeutete dies die Entfernung des gesamten bösartigen Gewebes und soviel des möglicherweise befallenen Gewebes wie möglich, einschließlich der anliegenden Gewebe und Lymphknoten. Bei einigen Tumoren, vor allem bei Brustkrebs, ist eine solch radikale Operation (Mastektomie) mittlerweile nicht immer erforderlich. Man setzt heute vor allem auf kleine Eingriffe, neue tumorhemmende Medikamente und Strahlentherapie.

Verbesserte chirurgische Techniken, erweiterte physiologische Kenntnisse, Fortschritte in der Anästhesiologie (Lehre der Schmerzausschaltung), gute Verfügbarkeit von Blutprodukten und wirksame Antibiotika ermöglichen kleinere chirurgische Eingriffe, von denen sich der Patient schneller erholt und die geringere Behinderungen mit sich bringen. Viele Krebserkrankungen sind jedoch zum Zeitpunkt der Diagnose bereits zu weit fortgeschritten, um noch operativ geheilt zu werden. Wenn sich der Tumor schon auf benachbartes Gewebe ausgebreitet hat, das nicht entfernt werden kann, oder sich bereits Fernmetastasen gebildet haben, ist der Krebs nicht mehr mit den Mitteln der Chirurgie zu heilen. Doch auch in solchen Fällen kann eine Operation, beispielsweise bei Organverschluss, zur Linderung der Symptome beitragen oder die Größe der Geschwulst verringern, um die Erfolgsaussicht nachfolgender Strahlen- oder Chemotherapie zu verbessern. Andererseits spielt für die Entscheidung, ob eine Operation sinnvoll ist, auch das Lebensalter eine Rolle. So erhöht die häufig mit Komplikationen wie Impotenz und Harninkontinenz verbundene chirurgische Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs nur für Männer unter 65 Jahre das Überlebensrisiko (New England Journal of Medicine, 2005).

6.2

Strahlentherapie

Ionisierende Strahlung, in Form von elektromagnetischer Wellen- oder Teilchenstrahlung, wirkt gewebezerstörend. Zu elektromagnetischen Strahlungen zählen Gammastrahlen, die beim radioaktiven Zerfall freigesetzt werden, und Röntgenstrahlen, die entstehen, wenn ein gebündelter Elektronenstrahl auf Schwermetall trifft. Teilchenstrahlen sind Elektronen-, Protonen-, Neutronen-, Alpha- (Heliumkerne) und negative Pionenstrahlen (siehe Mesonen).

Tumoren reagieren unterschiedlich empfindlich auf Strahlung. Ein strahlenempfindlicher Tumor reagiert stärker auf Bestrahlung als das umgebende normale Gewebe. Ist ein solcher Tumor leicht zugänglich, etwa ein oberflächlicher Tumor oder z. B. eine Geschwulst in einem Organ wie der Gebärmutter, in das man eine Strahlenquelle einführen kann, so lässt er sich möglicherweise durch Bestrahlung heilen. Wegen der vergleichsweise akzeptablen Wirkung auf das normale Körpergewebe ist die Strahlentherapie hilfreich bei Tumoren, die aufgrund ihrer unzugänglichen Lage nicht operativ entfernt werden können, da dadurch lebenswichtiges Gewebe zerstört würde, oder weil bereits angrenzende Strukturen befallen sind, die nicht geopfert werden können. Auch zur Krankheitslinderung eignet sich die Strahlentherapie, insbesondere zur Behandlung von Metastasen.

Strahlentherapie lässt sich auch als so genanntes Adjuvans, d. h. als unterstützendes Hilfsmittel, zusätzlich zu einem chirurgischen Eingriff einsetzen. Vor einer Operation angewandt, kann sie die Tumorzellen rasch inaktivieren und so eine Streuung während des Eingriffs verhindern. Durch vorherige Bestrahlung lassen sich auch Tumoren verkleinern, so dass sie leichter zu operieren sind oder eine zunächst inoperable Geschwulst operierbar wird. Bei anderen Tumoren kommt die Strahlentherapie postoperativ, also nach dem chirurgischen Eingriff, zur Anwendung. Bei einem Kombinationsverfahren zur Behandlung von Prostatakrebs wird der Tumor auf über 42 °C erwärmt und dann mit einer Hohlnadel von innen bestrahlt, denn erwärmte Krebszellen reagieren empfindlicher auf die Strahlentherapie. Ein anderes Verfahren besteht darin, kleine Stifte (so genannte Seeds) in die Prostata einzuführen, die für bestimmte Zeit Radioaktivität abgeben.

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