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  • Die Sophisten

    Die Sophistik. Ursprüngliche Bedeutung: Die Sophistik steht – vereinfacht gesagt – im Gegensatz zur traditionellen Philosophie der Antike.

  • Sophisten – Wikipedia

    Als Sophisten (griechisch   σοφισταί sophistaí, lat. sophistae) bezeichnet man eine Gruppe von griechischen vorsokratischen Philosophen, die in die Geschichte der antiken ...

  • Peter Möller - Sophisten

    Sophisten ... Die Sophisten. Der Sophis mus war eine philosophische Strömung im antiken Griechenland.

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Sophisten

Enzyklopädieartikel

Sophisten (griechisch sophistēs: Fachmann, Weiser), ursprüngliche Bezeichnung der Griechen für gelehrte Männer wie z. B. die Sieben Weisen Griechenlands. Im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. wurde der Name auf reisende Lehrer bezogen, die ihre Schüler gegen Bezahlung in Philosophie und Rhetorik unterwiesen.

Ausgehend von der Auffassung, dass Wahrheit und Moral im Wesentlichen relative Begriffe seien, die jeweils im Dienst persönlicher Interessen stünden, betrieben sie die Kunst der eristischen Dialektik, deren Ziel in der Überredung von Dialogpartnern zugunsten des Redners bestand. Daher legten sie Wert auf Rhetorik und vermittelten ihren Schülern nützliche Kenntnisse für ein erfolgreiches Leben, insbesondere für den öffentlich-politischen Erfolg. Mit dieser Position wurde das Werteverständnis der griechischen Gesellschaft, das auf dem Prinzip überindividueller Tugenden basierte, nachhaltig erschüttert.

Die Sophisten fanden zeitweilig Anerkennung unter ihren Zeitgenossen, besonders in Athen. Jedoch brachte ihnen ihre Einstellung zu Wahrheit und Moral heftige Kritik ein. Sokrates, Platon und Aristoteles stellten die philosophische Grundlage der sophistischen Lehren in Frage. Vor allem Platon verurteilte die Tatsache, dass die Sophisten für ihren Unterricht Geld verlangten. In seinen sokratischen Dialogen werden immer wieder damals namhafte Sophisten von Sokrates im Rededuell deklassiert. Sokrates, der der eristischen (überredenden) Dialektik der Sophisten seine dialogische (überzeugende) Dialektik entgegenstellte, wurde später von dem griechischen Dramatiker Aristophanes – ebenso wie Euripides – selbst als Sophist dargestellt. Als solcher wurde der auch wegen Jugendverführung von einem Gericht in Athen zum Tode verurteilt. Als Folge dieser Kritik hat der Begriff Sophist eine negative Bedeutung angenommen, die noch heute etwa im Begriff Sophisterei zu spüren ist, mit dem man seinem Gegner Scheinwissen attestiert.

Zu den führenden Vertretern der griechischen Sophistik zählten neben Heliodor zudem Protagoras und Gorgias, denen Platon jeweils einen sokratischen Dialog widmete.

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