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Windows Live® Suchergebnisse ProstataEnzyklopädieartikel
Prostata, Vorsteherdrüse, beim Mann und bei männlichen Säugetieren unmittelbar unter und vor dem Blasenausgang liegende Drüse, welche die Harnröhre umschließt. Beim Menschen hat die Prostata etwa die Größe und Form einer Kastanie. Ihre Aufgabe ist die Bildung einer Flüssigkeit, die sich mit den Samenzellen aus den Hoden und dem Sekret der Samenbläschen zur Samenflüssigkeit vermischt (siehe Sperma). Die Prostata ist häufig Ort akuter oder chronischer Entzündungen, die einen Harnröhrenausfluss entstehen lassen. Die häufigste Störung im höheren Lebensalter ist die gutartige Prostatavergrößerung (auch Prostataadenom oder benigne Prostatahyperplasie). Diese Vergrößerung führt aufgrund der damit verbundenen Einengung der Harnröhre zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen und zum Harnstau. Eine gutartige Prostatavergrößerung kann medikamentös behandelt werden, durch „Abhobeln” überschüssigen Gewebes mittels einer elektrisch gespeisten Schlinge oder durch eine Lasertherapie mit einem so genannten Greenlight-Laser, bei der Gewebe erhitzt wird und verdampft. Bösartige Tumoren der Prostata sind bei älteren Männern eine der häufigsten Krebsformen, und auch bei jüngeren Männern nimmt ihre Häufigkeit zu; in Deutschland erkranken daran jedes Jahr etwa 30 000 Männer (zu den therapeutischen Möglichkeiten siehe Krebserkrankungen).
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