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Windows Live® Suchergebnisse PistazieEnzyklopädieartikel
Pistazie, in wärmeren Regionen der nördlichen Hemisphäre mit neun Arten verbreitete Pflanzengattung der Sumachgewächse. Pistazien sind zumeist fiederblättrige Sträucher oder Bäume mit zweihäusig verteilten Blüten ohne Kronblätter; die weiblichen Blüten entwickeln Steinfrüchte. Die auch als Pistazienbaum bezeichnete Echte Pistazie ist ein bis zu zehn Meter hoher, harzreicher Baum. Sie ist in Vorderasien heimisch und wird vor allem in Südeuropa und Nordafrika, aber auch in anderen Gebieten der Subtropen kultiviert. Der Steinkern der Echten Pistazie öffnet sich bei der Reife. Er enthält einen grünlichen, aromatisch schmeckenden Samen, der als Pistazie, Pistazienkern, Pistazienmandel oder Alepponuss bezeichnet wird. Pistazienkerne werden gesalzen gegessen, außerdem in Speiseeis und anderen Süßigkeiten sowie in Wurstwaren verarbeitet. Neben der Echten Pistazie gibt es im Mittelmeerraum zwei weitere Arten: Die auch in Portugal vorkommende Terpentin-Pistazie oder Terebinthe ist ein bis zu sechs Meter hoher, schlanker Baum. In seiner Rinde und seinen Samen produziert er ein feines, terpentinartiges, harziges Öl, das ähnlich wie Lärchen- oder Kiefernterpentin verwendet wird. Auf der griechischen Insel Chios ist eine Varietät der Mastix-Pistazie von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Nach dem Anritzen der Rinde tritt Harz aus, das an der Luft erstarrt. Dieser so genannte Mastix wird dem griechischen Weißwein als Konservierungsmittel zugesetzt, wodurch er seinen typischen harzigen Geschmack erhält (Retsina). Mastix wird aber auch als Klebstoff, in Räuchermitteln und als Kaugummi verwendet. Systematische Einordnung: Pistazien bilden die Gattung Pistacia der Familie Anacardiaceae. Die Echte Pistazie wird wissenschaftlich als Pistacia vera bezeichnet, die Terebinthe als Pistacia terebinthus und die Mastix-Pistazie als Pistacia lentiscus.
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