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Costa RicaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Rund 40 Prozent der Fläche Costa Ricas werden landwirtschaftlich genutzt. Der größte Teil besteht aus kleinen und mittleren Betrieben, die vornehmlich für den Eigenbedarf produzieren. Daneben gibt es wenige große Betriebe, die aber die meiste Fläche besitzen: Ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche gehört Betrieben, die größer als 1 000 Hektar sind. Hauptanbauprodukte für den Export sind Bananen aus dem tropischen Tiefland und Kaffee, der im Hochland angebaut wird. Die amerikanische United Fruit Company betreibt an der Pazifikküste Costa Ricas die größte Bananenplantage der Welt. Sie ließ die Häfen Quepos und Golfito für den Export der Bananen anlegen. Kakao, Zuckerrohr, Zierpflanzen, Zitrusfrüchte und Ananas sind weitere Exportartikel. Rinderzucht findet hauptsächlich im Savannengebiet im Nordwesten des Landes statt.
Costa Rica ist relativ arm an Bodenschätzen – der Großteil der Rohstoffe muss importiert werden. Außerdem verfügt das zentralamerikanische Land über kleinere Gold- und Silbererzlagerstätten sowie Bauxitvorkommen. Untergeordnete Rolle spielt der Abbau von Steinsalz.
Bedeutende Industriezweige in Costa Rica sind z. B. die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, in denen landwirtschaftliche Produkte verarbeitet werden, sowie chemische Industrie (vor allem Petrochemie), pharmazeutische Betriebe und die Elektroindustrie. Der amerikanische Chiphersteller Intel betreibt seit März 1998 zwei Produktionswerke und eine Vertriebsfiliale in Costa Rica. Auch andere US-amerikanische Großfirmen haben sich in dem zentralamerikanischen Land niedergelassen. Costa Rica verfügt über ein beachtliches Potential an Wasserkraft. Allein 2003 erzeugte das zentralamerikanische Land 78,9 Prozent seiner elektrischen Energie in Wasserkraftwerken.
Währungseinheit ist der Costa-Rica-Colón, bestehend aus 100 Céntimos. Die 1950 gegründete Zentralbank (Banco Central) ist die Notenbank und verwaltet die Devisenrücklagen. Die Ausgaben für den Import überwiegen die Einnahmen aus dem Export, so dass die Handelsbilanz leicht negativ ausfällt. Zu den Hauptexportgütern gehören u. a. Industrieprodukte, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Textilien sowie Produkte der Halbleiterindustrie. Eingeführt werden vor allem Rohstoffe (z. B. Erdöl), Brenn- und Schmierstoffe, Maschinen und Maschinenteile, chemische Produkte und Konsumgüter. Die wichtigsten Handelspartner sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Deutschland, Guatemala, El Salvador, Venezuela und Japan. Costa Rica ist seit 1995 Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).
Die Eisenbahn Costa Ricas verbindet San José mit Puntarenas und Puerto Limón, die Gesamtlänge beträgt 950 Kilometer (2005). Das Straßennetz ist 35 330 Kilometer lang (2004) und nur zu etwa 15 Prozent – vor allem im Gebiet um San José – befestigt. Costa Rica ist an den Pan-American Highway (Carretera Interamericana) angeschlossen. Der bei San José liegende internationale Flughafen Juan Santamaría wird von nationalen Fluggesellschaften und mehreren ausländischen Fluglinien angeflogen.
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