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Okeechobeesee

Enzyklopädieartikel

Okeechobeesee, See im Süden von Florida, am Nordrand der Everglades. Der Okeechobeesee ist der drittgrößte Süßwassersee, der vollständig auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika liegt. Er ist etwa 56 Kilometer lang, 48 Kilometer breit und erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 1 720 Quadratkilometern. Der See ist mit einer durchschnittlichen Tiefe von 2 Metern verhältnismäßig flach und erreicht auch an seiner tiefsten Stelle nur eine Tiefe von 6 Metern. Regelmäßige Überschwemmungen des Sees ließen die Sümpfe der Everglades entstehen.

Der Kissimmee mündet von Norden kommend in den Okeechobeesee. Der See hat keinen natürlichen Abfluss. Lange Zeit konnte das Wasser nur dann aus dem See abfließen, wenn er infolge starker Regenfälle über die Ufer trat und sich in die Everglades ergoss. Seit dem 19. Jahrhundert baut man Kanäle und Dämme, um das Wasser des Sees bei Überschwemmungen in den Ozean zu leiten. Eine Verbesserung brachte aber erst der 1937 gebaute Cross-Florida Waterway. Dieser verbindet den Okeechobeesee über den Saint Lucie Canal mit dem Atlantischen Ozean und über den Caloosahatchee mit dem Golf von Mexiko. Das Wort „Okeechobee” stammt aus der Sprache der Seminolen und bedeutet „Großes Wasser”.

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