![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse AmeisenbärenEnzyklopädieartikel
Ameisenbären, in Mittel- und Südamerika lebende Familie Ameisen und Termiten fressender Säugetiere mit drei Gattungen und je einer Art. In Anpassung an ihre spezielle Ernährungsweise weisen alle drei Arten einen ähnlichen Körperbau auf: Sie sind durch einen lang gezogenen Kopf, eine röhrenförmige Schnauze mit winziger Mundöffnung und eine bis 60 Zentimeter lange Zunge mit klebrigem Speichelüberzug gekennzeichnet; Ameisenbären besitzen keine Zähne. Alle drei Arten sind Einzelgänger. Der Große Ameisenbär ist mit einer Kopfrumpflänge von 100 bis 130 Zentimetern und einem Körpergewicht bis 35 Kilogramm die größte Art. Sein hartes Fell ist grau gefärbt, auf jeder Schulter trägt er eine weiß umrahmte schwarze Streifenzeichnung. Der bis 90 Zentimeter lange Schwanz weist eine Schwanzfahne aus langen Haaren auf. Die Krallen der Vorderfüße dienen zum Aufbrechen von Termitenbauten; diese Krallen sind so lang, dass sie beim Laufen eingeschlagen werden und der Große Ameisenbär auf seinen Knöcheln geht. Der Große Ameisenbär lebt als Bodenbewohner in offenen buschbestandenen Savannen, in Sümpfen, Wäldern und der Dornbuschsteppe. In dünn vom Menschen besiedelten Gegenden ist er tagaktiv. Mit der langen Zunge werden Termiten und andere Insekten aufgeleckt, zudem ernährt sich der Große Ameisenbär von Käferlarven. Pro Tag kann er bis zu 30 000 Ameisen oder Termiten fressen. Seine Nahrungsfeinde sind Puma und Jaguar. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 180 bis 190 Tagen ein Junges zur Welt, das an den beiden brustständigen Zitzen ernährt wird. Das Jungtier wird – wie das der anderen Arten – vom Weibchen auf dem Rücken getragen, bis es selbst auf Nahrungssuche gehen kann; beim Großen Ameisenbären dauert dies fast ein Jahr. In Gefangenschaft wurde ein Höchstalter von knapp 26 Jahren erreicht. Der Große Ameisenbär ist durch Bejagung und Landschaftszerstörung gefährdet. Der eichhörnchengroße Zwergameisenbär ist mit einer Kopfrumpflänge von 16 bis 23 Zentimetern die kleinste Art. Sein Fell ist goldbraun gefärbt. Da der Zwergameisenbär ein Baumbewohner ist, besitzt er als Anpassung an diese Lebensweise einen Greifschwanz. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Baumameisen. Der Tamandua ist etwa halb so groß wie der Große Ameisenbär und hat ein kurzes, hartes, dunkelbraun bis schwarz gefärbtes Fell. Er lebt ebenfalls in Bäumen, ist jedoch auch bodenbewohnend. Zwergameisenbären und Tamanduas sind überwiegend nachtaktiv und laufen wegen ihrer langen Krallen auf den Seiten ihrer Vorderfüße. Systematische Einordnung: Ameisenbären bilden die Familie Myrmecophagidae der Ordnung Xenarthra. Der Große Ameisenbär wird wissenschaftlich als Myrmecophaga tridactyla, der Zwergameisenbär als Cyclopes didactylus bezeichnet. Der Tamandua heißt Tamandua tetradactyla.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |