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Olympische Winterspiele

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Biathlon: Medaillengewinner der Olympischen WinterspieleBiathlon: Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele
Artikelgliederung
1

Einleitung

Olympische Winterspiele, internationale Wettkämpfe in typischen Wintersportarten. Olympische Winterspiele werden seit 1924 im Abstand von vier Jahren (einer Olympiade) ausgetragen, ursprünglich im selben Jahr wie die Olympischen Sommerspiele, seit 1994 jeweils um zwei Jahre zeitversetzt. Die Planung einschließlich der Vergabe an einen Austragungsort und die Durchführung der Olympischen Sommer- wie Winterspiele obliegt dem Internationalen Olympischen Komitee (International Olympic Committee, IOC).

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Wettkampfprogramm

Olympische Wettkämpfe werden in sieben Sportarten bzw. Gruppen von Sportarten durchgeführt: Biathlon, Bobsport, Curling, Eishockey, Eislauf (Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Shorttrack), Rennrodeln (einschließlich Skeleton) und Skisport (Ski Alpin, Skilanglauf, Skispringen, Nordische Kombination sowie Trickski und Snowboarding). In allen Sportarten außer Skispringen und Nordischer Kombination gibt es jeweils Konkurrenzen für Männer und Frauen. In den meisten Sportarten werden dabei Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen ausgetragen; so gibt es z. B. beim Eisschnelllauf jeweils für Männer und Frauen Wettkämpfe über 500 Meter, 1 000 Meter, 1 500 Meter und 5 000 Meter, außerdem über 3 000 Meter für Frauen und über 10 000 Meter für Männer. In einigen der Individualsportarten werden darüber hinaus Mannschaftswettbewerbe bzw. Staffeln ausgetragen, in denen dafür qualifizierte Nationen ein Team stellen dürfen.

Das Wettkampfprogramm wird für jede Austragung der Olympischen Winterspiele vom IOC neu festgelegt. So ist beispielsweise Biathlon für Männer erst seit 1960 im Programm und für Frauen seit 1992, olympische Wettbewerbe im Snowboarding und Dameneishockey werden erst seit 1998 ausgetragen, Skeleton war bereits 1928 und 1948 jeweils einmal olympisch, bevor es nach einer Pause von 54 Jahren 2002 erneut in das Programm aufgenommen wurde. Die ältesten heute noch im Programm befindlichen olympischen Wintersportarten sind Ski nordisch, Eishockey, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf und Bobsport (alle seit 1924); alpine Skiwettbewerbe kamen erst 1936 ins Programm. Neben den offiziellen Disziplinen werden gelegentlich auch Demonstrationswettkämpfe ausgetragen, in den Anfangsjahren waren dies etwa Skijöring (1928), Hundeschlittenrennen (1932), Eisstockschießen (1936 und 1964) und Bandy (1952).

Die Qualifikation der einzelnen Sportler zu den Olympischen Winterspielen wird von den jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) verantwortet. Die Sportler müssen sich in nationalen Wettkämpfen qualifizieren, werden dann vom NOK vorgeschlagen und vom IOC zugelassen.

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Zeremonien

Die Olympischen Winterspiele beginnen traditionsgemäß mit einer großen Eröffnungsfeier. Dabei ziehen die Teilnehmer nach Ländern gruppiert in das Stadion ein, jeweils angeführt von einem Athleten, der die Fahne seines Landes trägt. Danach werden die olympische Hymne gespielt, die offizielle olympische Flagge gehisst und das olympische Feuer entzündet, welches durch einen im griechischen Olympia gestarteten Fackellauf zum Austragungsort gebracht wurde. Ein Athlet des Gastgeberlandes spricht den olympischen Eid, der seit dem Jahr 2000 auch einen Anti-Doping-Passus enthält und wie folgt lautet: „Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die gültigen Regeln respektieren und befolgen und uns dabei einem Sport ohne Doping und ohne Drogen verpflichten, im wahren Geist der Sportlichkeit, für den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft.” Das Symbol der Olympischen Sommer- wie Winterspiele sind die olympischen Ringe (fünf verbundene Ringe auf weißem Grund in den Farben Blau, Gelb, Schwarz, Grün, Rot), die für die fünf Erdteile stehen.

Die Medaillengewinner eines jeden Wettbewerbs werden durch kleinere Zeremonien geehrt. Dabei stehen Erst-, Zweit- und Drittplatzierter auf einem Podest und nehmen ihre Medaillen – in Gold, Silber bzw. Bronze – in Empfang. Die Landesflaggen der Athleten werden gehisst, und die Nationalhymne des Siegers wird gespielt. Das Ende der Spiele bildet eine große Schlussfeier.

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Geschichte

Seit den I. Olympischen Winterspielen 1924 stieg die Zahl der teilnehmenden Nationen und Athleten und der Wettbewerbe kontinuierlich an. 1924 nahmen 258 Sportler (247 Männer und 11 Frauen) aus 16 Ländern teil (16 verschiedene Wettbewerbe), 1964 überschritt die Teilnehmerzahl erstmals 1 000 (36 Nationen, 34 Wettbewerbe). Bei den 84 Wettbewerben der Winterspiele 2006 in Turin gingen 2 633 Athleten aus 80 Ländern an den Start.

Die I. Olympischen Winterspiele fanden 1924 in Chamonix (Frankreich) statt, wobei die vom IOC organisierte Veranstaltung zunächst als „Internationale Woche des Sports” bezeichnet worden war und aufgrund des großen Erfolgs erst nachträglich zu Olympischen Spielen mit dem gleichen Stellenwert der Sommerspiele erklärt wurde. Erster Goldmedaillengewinner der Geschichte der Olympischen Winterspiele war der Amerikaner Charles Jewtraw (500 Meter Eisschnelllauf), herausragender Athlet der Spiele in Chamonix war der Finne Clas Thunberg, der im Eisschnelllauf in allen fünf ausgetragenen Disziplinen Medaillen holte, darunter dreimal Gold.

1928 fanden die Olympischen Winterspiele in Sankt Moritz (Schweiz) statt, erstmals nicht im selben Land wie die Sommerspiele. Kanada dominierte wie schon vier Jahre zuvor fast konkurrenzlos das Eishockeyturnier (es gewann alle Spiele zweistellig und ohne Gegentor). Clas Thunberg gewann zwei weitere Eisschnelllauf-Goldmedaillen, der Norweger Johan Gröttumsbraten beherrschte die nordischen Sportarten. Für eine Sensation sorgte die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie, die mit 15 Jahren die jüngste Goldmedaillengewinnerin wurde, ein Rekord, der 70 Jahre lang Bestand hatte.

Die III. Olympischen Winterspiele 1932 in Lake Placid (USA) standen im Schatten der Weltwirtschaftskrise. In die Geschichtsbücher ging der Amerikaner Eddie Eagan ein, der als Mitglied der Viererbobmannschaft Gold holte: Er hatte bei den Olympischen Sommerspielen 1920 in Antwerpen bereits eine Goldmedaille im Schwergewichtsboxen errungen und ist bis heute der einzige Sportler, der eine Goldmedaille sowohl bei den Sommer- als auch den Winterspielen gewann.

1936 fanden die Winterspiele, eröffnet von Adolf Hitler, im deutschen Garmisch-Partenkirchen statt. Sonja Henie holte zum dritten Mal in Folge Eiskunstlauf-Gold, der Norweger Ivar Ballangrud gewann drei der vier Eisschnelllauf-Wettbewerbe, darunter den kürzesten (500 Meter) und den längsten (10 000 Meter). Zum ersten Mal wurden alpine Skiwettbewerbe ausgetragen, wobei das IOC Skilehrer von der Teilnahme ausschloss, da es diese als Berufssportler ansah, was zum Boykott dieser Sportart durch die österreichische und die Schweizer Mannschaft führte.

Die Olympischen Winterspiele 1940 sollten im japanischen Sapporo stattfinden, aufgrund des Zweiten chinesisch-japanischen Krieges musste die Stadt die Austragung jedoch an das IOC zurückgeben. Die Spiele wurden daraufhin an Sankt Moritz vergeben; wegen des andauernden Streits über die Teilnahme von Skilehrern an den alpinen Wettkämpfen entzog das IOC dem Schweizer Organisationskomitee die Ausrichtung jedoch kurzfristig wieder. Als Notlösung sollten die Olympischen Winterspiele nun erneut in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen werden; nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden sie jedoch ganz abgesagt. Auch die Spiele 1944 fanden kriegsbedingt nicht statt, Ausrichter wäre Cortina d’Ampezzo (Italien) gewesen.

Die ersten Winterspiele der Nachkriegszeit wurden 1948 in Sankt Moritz unter Ausschluss der kriegsauslösenden Staaten Deutschland und Japan ausgetragen. Der schwedische Langläufer Martin Lundström und der französische Abfahrer Henri Oreiller waren die einzigen Athleten, die jeweils zwei Goldmedaillen erringen konnten. Der amerikanische Eiskunstläufer Dick Button brillierte mit Übungen, die mehr von Athletik als von künstlerischer Eleganz geprägt waren, und wurde Olympiasieger. Das olympische Eishockeyturnier wurde von einem Eklat überschattet: Zwei zerstrittene US-amerikanische Verbände hatten je ein Team entsandt, und am Ende wurde diejenige US-Mannschaft, die den Wettbewerb bestritten hatte, aus dem Klassement genommen.

1952 fanden die Olympischen Winterspiele erstmals in einem nordischen Land (der Heimat des Skisports) statt, und zwar im norwegischen Oslo. Der Norweger Hjalmar Andersen wurde mit drei Eisschnelllauf-Goldmedaillen zum herausragenden Athleten dieser Spiele. Das kanadische Eishockeyteam gewann zum fünften Mal Gold. Der Deutsche Anderl Ostler wurde sowohl im Zweier- als auch im Vierbob Olympiasieger. Im alpinen Skisport etablierte sich der Riesenslalom neben Slalom und Abfahrt als dritte Disziplin und stand erstmals auf dem Programm der Olympischen Winterspiele. Deutsche Sportler waren erstmals nach dem 2. Weltkrieg wieder als Teilnehmer zugelassen. Bei den drei deutschen Olympiasiegen verzichtete man jedoch auf das Abspielen der deutschen Nationalhymne, stattdessen erklang Ludwig van Beethovens Ode an die Freude.

Die Winterspiele von 1956 in Cortina d’Ampezzo waren die ersten, die im Fernsehen übertragen wurden. Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik stellten ein gemeinsames Team wie auch 1960 und 1964. Die Sowjetunion nahm erstmalig teil und gewann mit Abstand die meisten Medaillen; u. a. dominierten sowjetische Sportler die Eisschnelllaufwettbewerbe und beendeten die kanadische Vorherrschaft im Eishockey. Der Österreicher Toni Sailer gewann in allen drei alpinen Skiwettbewerben die Goldmedaille, der schwedische Skilangläufer Sixten Jernberg errang die ersten vier seiner insgesamt neun olympischen Medaillen.

Die VIII. Olympischen Winterspiele fanden 1960 im kalifornischen Squaw Valley statt, wo die Initiatoren sich einen Schub für die Touristikbranche versprachen. Die Eröffnungs- und die Schlussfeier wurden von Walt Disney gestaltet. Der russische Eisschnellläufer Jewgeni Grischin gewann zwei Goldmedaillen, ebenso wie bei den Spielen zuvor. Der Deutsche Georg Thoma errang als erster Nichtskandinavier Gold in der Nordischen Kombination. Bei den Spielen von Squaw Valley gab es keine Wettkämpfe im Bobsport, da es dem Veranstalter nicht gelungen war, eine Bobbahn zur Verfügung zu stellen.

Die Winterspiele 1964 in Innsbruck (Österreich) litten unter erheblichem Schneemangel; das österreichische Heer musste die alpinen Strecken mit mehr als 40 000 Kubikmetern Schnee und die Bob- und Rodelbahnen mit über 20 000 Eisblöcken aus höheren Gebirgslagen befahrbar machen. Die sowjetische Eisschnellläuferin Lidija Skoblikowa gewann alle vier Goldmedaillen in ihrer Sportart; nachdem sie in Squaw Valley bereits zweimal Gold geholt hatte, wurde sie damit zur bis dahin erfolgreichsten Olympionikin.

Bei den Spielen 1968 in Grenoble (Frankreich) wurden neben Dopingtests zum ersten Mal bei den weiblichen Teilnehmerinnen Geschlechtstest durchgeführt. Herausragender Athlet war der Franzose Jean-Claude Killy, der Toni Sailers Rekord von 1956 einstellte und in allen drei alpinen Skiwettbewerben die Goldmedaille errang, was danach niemandem mehr glückte.

1972 fanden die Winterspiele im japanischen Sapporo und damit zum ersten Mal in Asien statt. Die Spiele standen im Zeichen der Debatte über den Amateurstatus der Athleten und den Ausschluss von Profisportlern; so wurde der Österreichische Abfahrtsläufer Karl Schranz vom IOC gesperrt, weil er von seiner Skifirma Geld angenommen hatte, während die Eishockeymannschaften der Ostblockstaaten teilnehmen durften, obwohl alle Spieler in dem Sinne Berufssportler waren, dass sie keinen anderen Beruf ausübten; aus Protest gegen diese Entscheidung boykottierte die kanadische Eishockeynationalmannschaft das Turnier. Erfolgreichste Athleten waren die sowjetische Skilangläuferin Galina Kulakowa und der niederländische Eisschnellläufer Ard Schenk mit jeweils drei Goldmedaillen. Zweimal Gold gewann die Schweizer Alpinskiläuferin Marie-Theres Nadig.

Die Olympischen Winterspiele 1976 waren ursprünglich an Denver (USA) vergeben worden; nachdem die Einwohner Colorados sich in einem Referendum jedoch gegen die Austragung entschieden hatten, fand die Veranstaltung zum zweiten Mal nach 1964 in Innsbruck statt. Das Eishockeyteam der UdSSR gewann zum vierten Mal in Folge Gold, herausragende Einzelsportler waren die Deutsche Rosi Mittermaier, die in den alpinen Wettbewerben zweimal Gold und einmal Silber gewann, und der im Weltcup dominierende Österreicher Franz Klammer, der vor heimischem Publikum vor dem Schweizer Bernhard Russi im Abfahrtslauf siegte.

Bei den XIII. Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid (USA) zählten der Schwede Ingemar Stenmark bei den Herren und die Liechtensteinerin Hanni Wenzel bei den Damen mit jeweils zwei Goldmedaillen im Slalom und Riesenslalom zu den Stars. Erfolgreichster Athlet war der amerikanische Eisschnellläufer Eric Heiden, der in allen fünf Disziplinen die Goldmedaille errang. Einer der Höhepunkte der Spiele war der völlig überraschende Sieg des US-Teams im Eishockeyturnier.

1984 fanden die Olympischen Winterspiele im jugoslawischen Sarajevo (heute Bosnien-Herzegowina) und damit zum ersten und einzigen Mal in einem sozialistischen Land statt. Erstmals war die DDR mit 24 Medaillen (davon neunmal Gold) die erfolgreichste Nation, mit Siegen u. a. durch den Skispringer Jens Weißflog und die Eiskunstläuferin Katarina Witt. Erfolgreichste Athletin war die finnische Skilangläuferin Marja-Liisa Hämäläinen, die alle drei Frauenrennen gewann. Sie nahm im Übrigen sechs Mal an Olympischen Winterspielen teil (1976-1994).

1988 in Calgary (Kanada) wurde die Zahl der Wettbewerbe deutlich erhöht, so wurde etwa das Programm im Alpinski um Super-G und alpine Kombination erweitert. Die Spiele litten – wie von Meteorologen erwartet – unter sehr schlechten Wetterbedingungen; die Veranstaltung fand den Wünschen der übertragenden Fernsehrechteinhaber gemäß in dieser ungünstigen Wetterphase statt. Überragende Athleten waren der finnische Skispringer Matti Nykänen und die niederländische Eisschnellläuferin Yvonne van Gennip mit je drei Goldmedaillen, zweimal Gold gewannen der italienische Skirennläufer Alberto Tomba und der schwedische Skilangläufer Gunde Svan. Katarina Witt konnte als zweite Eiskunstläuferin nach Sonja Henie ihren Titel verteidigen.

Bei den Winterspielen 1992 in Albertville (Frankreich) belegte das nach der Wiedervereinigung erstmals wieder mit einer gemeinsamen Mannschaft angetretene deutsche Team im Medaillenspiegel den ersten Platz (26 Medaillen, davon zehnmal Gold). Herausragende deutsche Athleten waren der Biathlet Mark Kirchner und die Eisschnellläuferin Gunda Niemann, beide mit je zwei Gold- und einer Silbermedaille. Sämtliche Goldmedaillen im Skilanglauf gingen an Norwegen, wobei Vegard Ulvang und Bjørn Dæhlie jeweils dreimal erfolgreich waren.

Die XVII. Olympischen Winterspiele fanden bereits 1994 statt, da das IOC beschlossen hatte, die Winterspiele fortan nicht mehr im selben Jahr wie die Sommerspiele, sondern um zwei Jahre zeitversetzt auszutragen. Die Veranstaltung in Lillehammer (Norwegen), zu der erstmals auch offiziell Profisportler zugelassen waren, galt als Musterbeispiel freundlicher, weltoffener und – im Vergleich zum baulichen und organisatorischen Gigantismus früherer Veranstaltungen – maßvoller und umweltschonender Winterspiele. Herausragende Athleten waren die russische Skilangläuferin Ljubow Jegorowa, die nach drei Goldmedaillen bei den vorangegangenen Spielen nun drei weitere Goldmedaillen gewann, und der Norweger Johann Olav Koss, der in drei Eisschnelllauf-Wettbewerben siegte, jeweils mit Weltrekord. Bei den alpinen Wettbewerben überragten die Schweizerin Vreni Schneider bei den Frauen (je einmal Gold, Silber und Bronze) sowie der Deutsche Markus Wasmeier (zweimal Gold).

Bei den Spielen in Nagano (Japan) 1998 gewann Bjørn Dæhlie wie schon sechs Jahre zuvor dreimal Gold und wurde durch seine Erfolge bei drei Olympischen Spielen mit insgesamt acht Gold- und vier Silbermedaillen der erfolgreichste Teilnehmer in der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Mit ihrem Titel im Eiskunstlauf wurde die 15-jährige Amerikanerin Tara Lipinski die bis dahin jüngste Olympiasiegerin. Der österreichische Skirennläufer Hermann Maier stürzte in der Abfahrt schwer und gewann anschließend sensationell Gold im Super-G und im Riesenslalom.

Die Vergabe der Spiele an Salt Lake City (USA) 2002 wurde von einem Bestechungsskandal innerhalb des IOC überschattet. Herausragender Teilnehmer der Spiele, die unter enormen Sicherheitsvorkehrungen stattfanden, war der norwegische Biathlet Ole Einar Bjørndalen, der in allen vier Wettbewerben seiner Sportart Gold holte. Drei Goldmedaillen errangen der Nordische Kombinierer Samppa Lajunen (Finnland) und die Skirennläuferin Janica Kostelić (Kroatien), mit zwei Siegen waren u. a. der norwegische Skirennläufer Kjetil André Aamodt sowie die deutschen Athletinnen Kati Wilhelm (Biathlon) und Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) erfolgreich. Mit seiner Silbermedaille im Rennrodeln wurde der Deutsche Georg Hackl der erste Sportler, der in einer Disziplin bei fünf aufeinander folgenden Olympischen Spielen jeweils eine Medaille erringen konnte (davon dreimal Gold).

Die XX. Olympischen Winterspiele fanden 2006 in Turin (Italien) statt. Die Veranstaltung war durch ein vergleichsweise geringes Zuschauerinteresse gekennzeichnet; ein Mangel an „olympischer Atmosphäre” wurde vielfach beklagt. Herausragende Athleten waren der Südkoreaner Ahn Hyun-Soo, der im Shorttrack dreimal Gold und einmal Bronze gewann, sowie der deutsche Biathlet Michael Greis und die südkoreanische Shorttrack-Läuferin Jin Sun-Yu mit jeweils drei Goldmedaillen. Mit insgesamt fünf Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen hatten die deutschen Biathleten (u. a. Einzelmedaillen für Sven Fischer, Kati Wilhelm, Martina Glagow und Uschi Disl) einen erheblichen Anteil am hervorragenden Abschneiden der deutschen Mannschaft. Weitere Stars dieser Spiele waren die estnische Skilangläuferin Kristina Smigun, die österreichischen Alpinskisportler Benjamin Raich und Michaela Dorfmeister sowie der deutsche Bobpilot André Lange mit je zwei Goldmedaillen. Mit insgesamt fünf Medaillen erreichte die kanadische Eisschnellläuferin Cindy Klassen am häufigsten einen Platz auf dem Siegerpodest.

Als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010 wurde Vancouver (Kanada) gewählt. Die Winterspiele 2014 werden in Sotschi (Russland) stattfinden.

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