Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Eibe", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Eibe

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Eibe

Enzyklopädieartikel
Multimedia
EibeEibe

Eibe, kleine Gattung immergrüner, nadeltragender Bäume und Sträucher aus der Familie der Eibengewächse mit etwa sieben bis zehn Arten.

Eiben sind in den gemäßigten und subtropischen Zonen der Nordhalbkugel beheimatet. Sie werden häufig als Ziergehölze oder Hecken angepflanzt; häufig trifft man sie auf alten Kirchhöfen an. Ihre nadelförmigen Blätter stehen mehr oder weniger in zwei Reihen entlang den Ästen; sie sind dunkelgrün und auf der Unterseite etwas gelblicher. Die Blüten sind unscheinbar, eingeschlechtig und zweihäusig verteilt, d. h., es gibt nur entweder rein männliche oder rein weibliche Pflanzen. Als Früchte bilden Eiben eine Art von Beeren, die attraktiv leuchtend rot oder auch gelb gefärbt sind. Diese bestehen aus jeweils einem harten Samen, der von einem fleischigen Samenmantel (Arillus) becherförmig umhüllt ist.

Eiben wachsen sehr langsam in die Höhe, schlagen jedoch kräftig aus. Ihr Holz ist hart, fein gemustert und eignet sich gut zur Möbeltischlerei, für Schnitzereien und zum Bau von Bogen. Ihre Äste sind häufig gedreht und knorrig, die Rinde rötlich und schuppig. Zu den in Gärten am häufigsten gepflanzten Arten zählen die Gemeine Eibe und die etwas hartholzigere Japanische Eibe; von beiden gibt es mehrere Sorten.

Bis auf den fleischigen, recht wohlschmeckenden Samenmantel enthalten alle Teile der Eibe das sehr giftige Taxin, ein Gemisch mehrerer Pseudoalkaloide (die im Gegensatz zu Alkaloiden keine Produkte des Aminosäurestoffwechsels sind). Dieses Gift kann den Herzschlag eines Tieres so unvorhersehbar stoppen, dass man zunächst keinerlei Hinweise für eine Vergiftung bemerkt, bevor es plötzlich tot zusammenbricht.

Eine verwandte Verbindung, das Taxol, wurde 1992 als Medikament gegen Krebserkrankungen der Eierstöcke und andere Krebs-Arten entdeckt. Die Substanz wird aus der Borke der Pazifik-Eibe gewonnen. Da der Baum jedoch relativ selten ist, können die zur Behandlung notwendigen, größeren Mengen an Taxol nur schwer gewonnen werden. Daher erforschen Wissenschaftler die Möglichkeit, Eiben zur Gewinnung von Taxol anzubauen und die Substanz eventuell auch aus den Nadeln und Trieben zu gewinnen. Eine teilweise synthetische Form des Taxols ist ebenfalls in Entwicklung.

Systematische Einordnung: Eiben bilden die Gattung Taxus der Familie Taxaceae. Die Gemeine Eibe wird botanisch als Taxus baccata bezeichnet, die Japanische Eibe als Taxus cuspidata und die Pazifik- oder Westliche Eibe als Taxus brevifolia.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft