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  • Adel – Wikipedia

    Der Adel (lat.: nobilitas, althochdeutsch: Abstammung, Geschlecht) ist eine in den meisten Ländern Europas untergegangene privilegierte Gesellschaftschicht.

  • Adel verpflichtet

  • Adel Tawil – Wikipedia

    Adel Salah Mahmoud Eid el Tawil (* 15. August 1978 in Berlin) ist ein deutscher Musiker, der durch seine Mitwirkung in den Bands The Boyz und Ich+Ich bekannt wurde. [1]

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Adel

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
5

Italien

Der italienische Adel rekrutierte sich im frühen Mittelalter noch vor allem aus den Resten des römischen Adels und zunächst den Adelsschichten der langobardischen, fränkischen und normannischen Eroberer; bis zum Ende des Mittelalters kamen in den jeweils von ihnen beherrschten Regionen französische, deutsche und spanische Herrenschichten hinzu. Der Adel in dem territorial zersplitterten Italien entwickelte sich entsprechend den jeweiligen Herrschaftstraditionen unterschiedlich: In den nord- und mittelitalienischen Städten, in denen bis zum Beginn des Spätmittelalters der Adel oligarchisch regierte, entstanden nach dem Zerfall der kaiserlichen Herrschaftsgewalt fürstliche, von einzelnen Hochadelsfamilien dominierte Herrschaften. Im Kirchenstaat setzten sich alte römische Familien sowie Nepoten als politisch einflussreicher Hochadel durch; in Süditalien dagegen war der Hochadel zwar wirtschaftlich mächtig, politisch aber verhältnismäßig bedeutungslos. In der Neuzeit standen die Kämpfe der europäischen Mächte um die Vorherrschaft in Italien vom 16. bis zum 19. Jahrhundert sowie die Fremdherrschaft z. B. der Bourbonen und der Habsburger in Italien der Entwicklung eines politisch wirksamen Adels entgegen. Seit der französischen Herrschaft in Italien Anfang des 19. Jahrhunderts verlor der Adel sukzessive auch die Reste seiner politischen Macht; 1948 wurde per Verfassung der Adel abgeschafft, der Adelstitel darf als Teil des Namens weiterhin geführt werden.

6

Polen

Der polnische Adel geht ähnlich wie der deutsche auf die Gefolgsleute der Herrscher und die freien Grundbesitzer zurück. Im Laufe der Zeit erkämpfte er sich in den Auseinandersetzungen mit den polnischen Herrschern mehr und mehr politische Rechte; er entwickelte sich zu einer abgeschlossenen Schicht, die schließlich alle maßgeblichen Ämter besetzte, Politik und Gesetzgebung bestimmte und ab dem späten 16. Jahrhundert auch den König wählte. Nach der Auflösung des polnischen Staates im 18. Jahrhundert (siehe Polnische Teilungen) engagierte sich der polnische Adel in der nationalen Freiheitsbewegung, und bis weit ins 19. Jahrhundert blieb er die einzige maßgebliche politische Kraft in Polen.

7

Russland

Auch in Russland ging der Adel aus den fürstlichen Gefolgschaften hervor. Nach der Vereinigung der einzelnen russischen Fürstentümer unter Moskauer Herrschaft im Spätmittelalter entstand eine einheitliche, durch Herkunft und Dienst ausgezeichnete adelige Oberschicht, die sich streng gegen den niederen Amtsadel abgrenzte. Der Dienst für den Zaren wurde zum maßgeblichen Kriterium für die Zugehörigkeit zum bzw. die Rangordnung innerhalb des Adels. Peter der Große schuf mit Hilfe einer Rangtabelle ein Potential adeliger Staatsdiener, und seit der Zeit Peters des Großen stellte und kontrollierte der Adel die Staatsverwaltung. 1785 bestätigte Katharina die Große dem Adel durch das Adelsprivileg seine herausragende Stellung in der Gesellschaft und lieferte die leibeigenen Bauern vollends der adeligen Verfügungsgewalt aus. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurden sämtliche Standesunterschiede und somit auch die adeligen Privilegien und Titel abgeschafft.

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