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Windows Live® Suchergebnisse Mary WollstonecraftEnzyklopädieartikel
Mary Wollstonecraft (1759-1797), englische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin, geboren in Hoxton (bei London), gestorben in London. 1780 verließ sie ihr Elternhaus, leitete zwei Jahre lang zusammen mit ihren Schwestern eine Schule und war anschließend als Gouvernante in Irland tätig. Nachdem ihr erster Roman Mary, a Fiction (1788) erschienen war und sich als mäßig erfolgreich erwiesen hatte, ließ sie sich als Lektorin und Übersetzerin in London nieder. Wollstonecraft war Mitglied einer Gruppe von Intellektuellen, zu der auch der englische Dichter und Künstler William Blake, der angloamerikanische Philosoph Thomas Paine, der englische Chemiker Joseph Priestley und der schweizerisch-englische Maler und Schriftsteller Heinrich Füssli gehörten. In ihrem bekanntesten Werk, der politisch-feministischen Streitschrift A Vindication of the Rights of Woman (1792, Rettung der Rechte des Weibes, mit Bemerkungen über politische und moralische Gegenstände), betonte sie die Bedeutung geistiger Verbundenheit in der Ehe und plädierte für eine Gleichberechtigung der Geschlechter in Ausbildung und Beruf. Während der Französischen Revolution hielt sich Wollstonecraft in Paris auf, wo sie 1794 die Studie An Historical and Moral View of the Origin and Progress of the French Revolution verfasste. Nachdem sie 1795 nach England zurückgekehrt war, heiratete sie 1797 den englischen Schriftsteller und Philosophen William Godwin. Wollstonecraft starb noch im gleichen Jahr kurz nach der Geburt ihrer Tochter Mary, die später Percy Bysshe Shelley heiratete und selbst als Schriftstellerin erfolgreich war. Zu Wollstonecrafts Werken zählen noch Original Stories from Real Life (1791) und A Vindication of the Rights of Man (1793). Ihre Briefe erschienen in ihrer Biographie Memoirs of the Author of a Vindication of the Rights of Woman (1798), die ihr Ehemann William Godwin verfasste.
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