Suche in Encarta
In Encarta suchen nach William Makepeace Thackeray

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

William Makepeace Thackeray

Enzyklopädieartikel
Multimedia
William Makepeace ThackerayWilliam Makepeace Thackeray

William Makepeace Thackeray (1811-1863), englischer Romancier, einer der führenden Vertreter des realistischen Romans im 19. Jahrhundert. Sein Roman Vanity Fair (Jahrmarkt der Eitelkeit) zählt zu den Klassikern der englischen Literatur.

Thackeray wurde am 18. Juli 1811 in Kalkutta als Sohn wohlhabender Kaufmannsleute geboren. Sein 1829 begonnenes Studium in Cambridge brach er ab und ging wenig später als Kunststudent nach Paris. Finanzielle Probleme und die Geisteskrankheit seiner Frau überschatteten die folgenden Jahre, hemmten Thackerays Produktivität indessen nur geringfügig. 1840 erschien The Paris Sketchbook mit Nachdrucken seiner Beiträge zu verschiedenen Literaturzeitschriften, gefolgt von Comic Tales and Sketches (1841). Thackeray wurde Mitarbeiter der angesehenen satirischen Zeitschrift Punch und veröffentlichte 1843 The Irish Sketchbook und 1847 Notes of a Journey from Cornhill to Grand Cairo.

Anfang 1847 begann Thackeray mit der Publikation seines großen satirischen Romans Vanity Fair (Jahrmarkt der Eitelkeit), durch den er sich bald einen Namen als eine der bedeutendsten literarischen Persönlichkeiten seiner Zeit machte. Aus der Perspektive der Heldin Becky Sharp entwickelte der Autor ein Panorama der zeitgenössischen englischen Gesellschaft, vornehmlich der unteren Bevölkerungsschichten. Hierin zeigte sich Thackeray vom Vorbild des pikarischen Romans oder Schelmenromans beeinflusst. Mit Eugène Sues Die Geheimnisse von Paris (1842-1843) gehört Vanity Fair zu den ersten Romanen, die mit enormer Resonanz als Fortsetzungen in Zeitschriften veröffentlicht wurden. In späteren Romanen wie Pendennis (1848; Die Geschichte von Pendennis), Henry Esmond (1852; Die Geschichte von Henry Esmond), The Newcomes (1853; Die Newcomes) und The Virginians (1857; Die Virginier) verfeinerte er seine Analyse sozialer Verhältnisse und übertrug sie auf andere historische Epochen. Thackeray wurde allmählich zum größten Konkurrenten seines Zeitgenossen Charles Dickens, mit dem er häufig über die Rolle des Romans als gesellschaftskritisches Medium debattierte.

Neben seiner Tätigkeit als Erzähler gab Thackeray das Cornhill Magazine (1860-1862) heraus, wo er u. a. die Romane Lovel the Widower und The Adventures of Philip publizierte. Ein Nebenprodukt seiner Arbeit an dieser Zeitschrift waren die The Roundabout Papers, eine Sammlung humorvoller Essays. 1862 gab er die Leitung der Zeitschrift auf, war indessen weiterhin als Autor für sie tätig. Kurz vor seinem Tod am 24. Dezember 1863 in London hatte er mit der Arbeit an seinem letzten Roman, Denis Duval, begonnen.

Thackerays ironische Gesellschaftssatiren und lebendige Charakterstudien, vor allem in seinem Meisterwerk Vanity Fair, machten ihn zu einem der bedeutendsten Romanciers seiner Zeit, dessen Psychologie und Wortwitz noch heute bestechend wirken.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft