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Elbe

Enzyklopädieartikel
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Elbe im ElbsandsteingebirgeElbe im Elbsandsteingebirge
Artikelgliederung
1

Einleitung

Elbe (tschechisch Labe), mit einer Länge von etwa 1 170 Kilometern einer der längsten Flüsse Mitteleuropas. Das Einzugsgebiet umfasst etwa 144 000 Quadratkilometer.

2

Flussverlauf

Die Quellflüsse der Elbe entspringen im Riesengebirge im Norden der Tschechischen Republik. Bei Mělník vereinigt sich die Elbe mit der Moldau, die die obere Elbe bis zum Zusammenfluss an Länge und Einzugsgebiet sowie Wasserführung übertrifft. Nachdem die Elbe mehrere kleinere Flüsse, darunter die Eger und die Biela aufgenommen hat, durchbricht sie zwischen Tetschen (Děčin) auf tschechischer und Pirna auf deutscher Seite das Elbsandsteingebirge.

Bei Riesa tritt die Elbe in die Norddeutsche Tiefebene ein und durchquert mit der Leipziger Tieflandsbucht und der Magdeburger Börde einige der fruchtbarsten Gebiete in Deutschland. Im weiteren Verlauf fließt sie durch ausgedehnte Heidelandschaften und Grundmoränengebiete wie die Altmark und die Lüneburger Heide. Bei Hamburg bildet die Elbe einen Mündungstrichter, der bei Cuxhaven eine Breite von 15 Kilometern erreicht. Wichtige linke Nebenflüsse sind Saale und Mulde, von rechts münden u. a. Schwarze Elster und Havel in die Elbe.

3

Schifffahrt und Handel

Größere Städte an der Elbe sind auf tschechischer Seite Königgrätz (Hradec Králové) und Aussig (Ústí nad Labem), auf deutschem Staatsgebiet Dresden, Magdeburg und Hamburg. Diese Städte verfügen auch über bedeutende Binnenhäfen. Die Elbe ist durch Kanäle mit der Oder, dem Rhein und der Weser verbunden. Über den Nord-Ostsee-Kanal und den Elbe-Lübeck-Kanal hat sie auch Verbindung zur Ostsee. Die Elbe ist auf einer Länge von ungefähr 940 Kilometern von der Nordsee bis in den Norden des Böhmischen Beckens schiffbar.

Die Elbe ist bereits seit dem 10. Jahrhundert ein wichtiger Handelsweg. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts wurde auch über längere Flussstrecken Handel getrieben. Vor allem Hamburg entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Umschlagplatz für den Fluss- und Seehandel. Im Lauf der folgenden Jahrhunderte behinderte jedoch eine Vielzahl von Zollschranken den Warenverkehr. Dieser wurde durch die 1871 erfolgte Aufhebung sämtlicher innerdeutscher Zollbeschränkungen stark angekurbelt.

4

Umwelt

Aufgrund der massiven Einleitung industrieller Abwässer ist die Elbe ein durch Schadstoffe stark belasteter Fluss. Allerdings bewirkte die Schließung zahlreicher Industrieanlagen auf tschechischem Gebiet in den letzten Jahren eine Verbesserung der Wasserqualität. Auch der Bau mehrerer Kläranlagen verminderte die ökologische Belastung der Elbe. Dadurch wurde der Fluss wieder Lebensraum für eine artenreiche Fischwelt.

Nach anhaltenden Starkniederschlägen über dem östlichen Mitteleuropa Anfang August 2002 mit Rekordniederschlägen von gebietsweise über 300 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden führten die Elbe und andere Flüsse extremes Hochwasser, das Dammbrüche und Überflutungen mit Todesopfern und Milliardenschäden zur Folge hatte. In Aussig erreichte die Elbe einen Wasserstand von über zwölf Metern, in Dresden über neun Meter. Besonders schwere Schäden verursachte die Flutkatastrophe in Sachsen. Als Folge des Hochwassers wurde der weitere Ausbau der Elbe vorerst gestoppt. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes sollen entlang der Elbe durch Rückverlegung von Deichen Überschwemmungsräume geschaffen werden, die nicht bebaut werden dürfen.

Ein knapp 20 Kilometer langer Abschnitt des Elbufers im Bereich von Dresden wurde wegen seiner Vielzahl an historischen und naturkundlichen Denkmälern 2004 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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