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Wiesbaden

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Vorderfront des Wiesbadener KurhausesVorderfront des Wiesbadener Kurhauses

Wiesbaden, Landeshauptstadt von Hessen, am Fuße des Taunus.

Wiesbaden liegt am Rhein, in unmittelbarer Nähe von Mainz und Frankfurt. Zahlreiche Landes- und Bundesbehörden haben ihren Sitz in der Stadt, darunter das Landesamt für Bodenforschung, das Hessische Statistische Landesamt, das Statistische Bundesamt und das Bundeskriminalamt. Wiesbadens Bedeutung als Heilbad beruht auf 26 heißen Quellen; die Stadt ist einer der ältesten Kurorte Europas. Der Fremdenverkehr ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Wichtige industrielle Erzeugnisse sind chemische und pharmazeutische Produkte, Zement, Metallwaren, Maschinen, Fahrzeuge und Textilien. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Alte und das Neue Rathaus (17. bzw. 19. Jahrhundert), die neugotische Marktkirche und das Theater im Stil des Neubarock. Auf dem Neroberg befindet sich eine russisch-orthodoxe Kirche mit vergoldeten Kuppeln. Im Schloss (1837-1840) tagt heute der Hessische Landtag. Das Kurhaus mit seiner beeindruckenden Säulenfront entstand um die Wende zum 20. Jahrhundert. Es enthält ein Kasino und Konzertsäle. Die Stadt ist Sitz einer Fachhochschule, der Hessischen Landesbibliothek und des Hessischen Hauptstaatsarchivs.

Die Kelten gründeten um das 3. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung an der Stelle der heutigen Stadt. Später wurde sie als Badeort genutzt und von den Römern befestigt, die sie Aquae Mattiacorum nannten. Der Name Wisibada kam im 9. Jahrhundert unter den Franken auf. Im 11. Jahrhundert wurde Wiesbaden Teil des Hauses der Grafen von Nassau. 1242 ließ der Erzbischof von Mainz die Stadt zerstören; sie wurde in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut. Wiesbaden war von 1806 bis 1866 Hauptstadt des Herzogtums Nassau, bevor es an Preußen angegliedert wurde. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt schwer beschädigt. Seit 1946 ist sie Hauptstadt des Landes Hessen. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 268 000 (1997).

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