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GriechenlandEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Bodenschätze, die in abbauwürdigen Mengen gefördert werden, sind neben Braunkohle vor allem Bauxit und Magnesit (Magnesiumcarbonat). Die Lagerstätten anderer wirtschaftlich bedeutender Rohstoffe wie Chrom, Mangan, Nickel, Blei und Marmor sind dagegen relativ klein. Griechenland verfügt über Erdöl- und Erdgasvorkommen; die Felder liegen untermeerisch in der Ägäis bei der Insel Thasos. Mit der Förderung wurde allerdings erst 1981 begonnen, nachdem der in der betreffenden Region strittige Grenzverlauf mit der Türkei geklärt worden war.
Rund 40 Prozent seines gesamten Energiebedarfs deckt Griechenland aus eigenen Quellen – vor allem Braunkohle. 89,2 Prozent des Gesamtbedarfs an elektrischer Energie (2003) erzeugen Wärmekraftwerke durch die Verbrennung von Braunkohle, Erdöl oder Erdgas. 8,6 Prozent des Stromes liefern Wasserkraftwerke (u. a. am Fluss Acheloos). Griechenland strebt eine noch intensivere Nutzung der eigenen Energieressourcen an, um noch weniger von Erdölimporten abhängig zu sein.
Rund 23 Prozent aller Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt. In diesem Wirtschaftssegment werden gut 24 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Wichtige Industriezweige sind neben der Lebensmittel- und Textilindustrie, die Metallindustrie, chemische und Erdöl verarbeitende Industrie sowie der Schiffbau. Wichtige Industriestandorte konzentrieren sich z. B. auf die Ballungsgebiete um Athen, Thessaloniki und Patras.
Währungseinheit Griechenlands ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der die Drachme (= 100 Lepta) als offizielle Währung ablöste. Griechenland konnte noch nicht an der Europäischen Währungsunion zum 1. Januar 1999 teilnehmen, da es zu dem Zeitpunkt keines der erforderlichen Konvergenzkriterien erfüllte. Im Mai 2000 stimmte das Europäische Parlament für einen Beitritt Griechenlands zur Europäischen Währungsunion zum 1. Januar 2001.
Griechenlands jährliche Importkosten sind im Allgemeinen höher als die Exporterlöse. Dieses Defizit wird zum Teil durch die Einnahmen aus dem Tourismus und den Überweisungen griechischer Arbeitnehmer im Ausland ausgeglichen. Die griechische Wirtschaft hängt auch in hohem Maß von ausländischen Krediten und Investitionen ab, um die Lücke zwischen den Ausfuhrgewinnen und Einfuhraufwendungen schließen zu können. Eingeführt werden in erster Linie Konsumgüter, Maschinen und Fahrzeuge, Erdöl und Erdölprodukte, Nahrungsmittel und chemische Erzeugnisse sowie Rohstoffe für die Industrie. Wichtige Exportgüter sind u. a. Obst und Gemüse, Oliven und Olivenöl, Bekleidung, Textilien, Felle, Getränke (vor allem Wein), Tabak, Erdölprodukte, nichteisenhaltige Metalle, Eisen und Stahl. Haupthandelspartner sind neben Deutschland, Italien und Japan die Vereinigten Staaten, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien.
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