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  • Talcott Parsons – Wikipedia

    Talcott Parsons (* 13. Dezember 1902 in Colorado Springs, Colorado; † 8. Mai 1979 in München) war nach dem Zweiten Weltkrieg der einflussreichste US-amerikanische soziologische ...

  • AGIL-Schema – Wikipedia

    Das AGIL-Schema ist ein systemtheoretisches Modell, das in den 1950er Jahren von dem amerikanischen Soziologen Talcott Parsons entwickelt wurde. Es beschreibt systematisch die ...

  • Talcott Parsons - Wikipedia, the free encyclopedia

    Talcott Parsons (December 13, 1902 - May 8, 1979) was an American sociologist, who served on the faculty of Harvard University from 1927–1973. He produced a general theoretical ...

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Talcott Parsons

Enzyklopädieartikel

Talcott Parsons (1902-1979), bedeutendster amerikanischer Soziologe der Nachkriegszeit. Parsons wurde am 13. Dezember 1902 bei Colorado Springs (Colorado) geboren. Während seines Studiums an der London School of Economics (1924-1925) und in Heidelberg, wo er 1927 promovierte, gewann Parsons, der zunächst Mediziner und Biologe werden wollte, Einblick in die Gedankenwelt des Ethnologen Bronislaw Malinowski und des Soziologen Max Weber. Zwischen 1944 und 1979 lehrte er als Professor Soziologie an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts).

Als Anhänger des Funktionalismus hielt Parsons die Gesellschaft tendenziell für einen sich selbst regulierenden, autonomen Organismus mit bestimmten Mechanismen, die die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung regulieren. Nach der strukturell-funktionalen Theorie Parsons erscheint die Gesellschaft als ein Organismus, in dem jedes Glied einen bestimmten Zweck erfüllt und alles Tun auf ein Ziel hin ausgerichtet ist. Trotz dieser systemtheoretischen Sichtweise von Gesellschaft hielt Parsons an der Entscheidungsfreiheit des Individuums fest. Diese Entscheidungen müssten zwischen unterschiedlichen gesellschaftlich vorgegebenen Normen getroffen werden und richteten sich auf alternative Handlungsmöglichkeiten. Sein wichtigstes Ziel sah Parsons darin, eine allgemein gültige Theorie gesellschaftlichen Handelns zu erarbeiten. In seinem ersten Hauptwerk The Structure of Social Action (1937, Die Struktur sozialen Handelns) versuchte er, mit Hilfe voluntaristischen Gedankenguts eine solche Theorie zu entwerfen. In Social structure and personality (1964; Sozialstruktur und Persönlichkeit) beschäftigt sich Parsons mit dem Zusammenhang zwischen Sozialisation und der Herausbildung von Individualität. Außerdem arbeitete er über das Gesundheits- und das Erziehungswesen.

Weitere bedeutende Werke Parsons sind: Essays in sociological theory (1949; Beiträge zur soziologischen Theorie), The system of modern societies (1971; Das System moderner Gesellschaften, 1973), Zur Theorie sozialer Systeme (1976) und Aktor, Situation und normative Muster (1986).

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