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KaukasusEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Entstehung und Charakteristika; Gliederung; Klima und Vegetation; Bevölkerung und Geschichte
Seit der Antike sind die zahlreichen Volks- und Sprachgruppen für den Kaukasus charakteristisch. Die ethnischen und sprachlichen Verhältnisse sind extrem zersplittert und kompliziert. Manche Sprachen bzw. Idiome werden nur in einem einzigen Dorf gesprochen. Heute leben in Nordkaukasien u. a. Kumyken, Karatschaier, Balkaren, Awaren, Laken, Tschetschenen, Inguschen und Osseten. Transkaukasien – das Gebiet an der Südabdachung des Kaukasus – beheimatet u. a. Grusinier, Abchasen, Armenier, Aserbaidschaner, Taten und Talyschen. Die meisten Bewohner bekennen sich zum Islam, einige Volksgruppen mehrheitlich zum Christentum. Der Kaukasus weist weltweit eine der höchsten Konzentrationen an verschiedenen Sprachen auf (kaukasische Sprachen), die von etwa sechs Millionen Menschen gesprochen werden. Die Region Kaukasien und damit der Kaukasus lagen im Lauf ihrer Geschichte im Einflussbereich verschiedener Kulturen und politischer Mächte. Besonders prägend waren griechische, persische, frühchristliche und muslimische Einflüsse. Seit dem 18. Jahrhundert unterwarf das russische Zarenreich Kaukasien als Kolonie, auch im politischen Rahmen der Sowjetunion blieb es von Moskau abhängig. Diese wechselvolle, von Gewalt und Unterdrückung geprägte Geschichte erklärt das Wiederaufflammen gewaltsamer Konflikte, die an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert in den Tschetschenien-Kriegen gipfelten.
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