Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 7 von 9
ChileEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Strom erzeugenden Anlagen in Chile erreichen eine Gesamtkapazität von vier Millionen Kilowatt und produzieren 45,3 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr (2003). Wesentliche Grundlage stellen die Wasserkraftwerke dar. Mit Wasserkraft werden 53,4 Prozent des chilenischen Strombedarfs gedeckt.
Chiles Straßennetz erstreckt sich über 79 604 Kilometer (2001), von denen 20 Prozent asphaltiert sind. Die Eisenbahnlinien dehnen sich auf einer Länge von 2 030 Kilometern aus (2005) und beschränken sich auf die nördlichen zwei Drittel des Landes. Das wichtigste Nord-Süd-System besteht aus Strecken, welche die bedeutenden Küstenstädte verbinden und über die Anden nach Argentinien und Bolivien führen. Da das Gebiet aufgrund des gebirgigen Charakters verkehrstechnisch sehr schwierig zu erschließen ist, setzen viele Städte auf den Transport durch die Schifffahrt. Dennoch sind große Häfen selten. Zu den wichtigsten zählen diejenigen von Valparaíso, Talcahuano und Tomé (beide an der Bucht Concepción gelegen), Antofagasta, San Antonio und Punta Arenas. Der bedeutendste internationale Flughafen des Landes befindet sich nahe Santiago; weitere liegen bei Arica, Antofagasta, Puerto Montt und Punta Arenas.
Die Währungseinheit Chiles ist der Chilenische Peso (1 Peso = 100 Centavos). Der Peso wurde 1975 eingeführt und ersetzte den Escudo. Die halbautonome Zentralbank von Chile (1926 eingerichtet) fungiert als Notenbank und hat weit reichende Kompetenzen zur Regulierung der nationalen Geldpolitik. Zu den weiteren Banken des Landes gehören eine Staatsbank und eine Reihe von Handels- und Entwicklungsbanken.
Erzeugnisse aus dem Bergbau machen etwa die Hälfte des gesamten Exportvolumens machen aus. Hier stehen vor allem Kupfer und Eisen an der Spitze. Weitere wichtige Ausfuhrgüter sind Zellstoff, Papierprodukte, chemische Erzeugnisse und Industriewaren. Darüber hinaus gehen auch Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie und Agrarprodukte in den Export. Zu den wesentlichen Importgütern zählen Maschinen und Kraftfahrzeuge, Lebensmittel, elektronische Anlagen, Mineralprodukte und chemische Erzeugnisse. Wichtige Handelspartner Chiles sind die USA, Japan, Brasilien, Deutschland, Argentinien und Großbritannien.
Erste Besiedlungsspuren auf dem Gebiet des heutigen Chile lassen sich bereits für das 12. Jahrhundert v. Chr. nachweisen; sie stammen aus der Region um die Stadt Antofagasta im Gebiet der Wüste Atacama, die zu der Zeit vermutlich noch wesentlich feuchter war. Als erster Europäer betrat der portugiesische Entdeckungsreisende Fernão de Magalhães im Jahr 1520 chilenischen Boden. Er setzte seine Reise in den Pazifik auf einer Wasserstraße zwischen Feuerland und der Südspitze Chiles fort, die man heute nach ihm Magellanstraße nennt. Zur Zeit Magellans wurde der südlich des Flusses Rapel gelegene Teil Chiles von den Araukanern beherrscht, während die Völker im nördlichen Teil Chiles im 15. Jahrhundert von den Inkas aus Peru unterworfen worden waren. 1535, nachdem die Spanier unter Francisco Pizarro die Eroberung Perus vollendet hatten, führte einer von Pizarros Vertrauten, Diego de Almagro, eine Expedition zur Suche nach Gold von Peru aus nach Chile an. Diese dauerte drei Jahre, hatte jedoch keinen Erfolg, so dass die Spanier sich wieder nach Peru zurückzogen.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |