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Windows Live® Suchergebnisse SmogEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Smog, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Großbritannien aus den englischen Wörtern smoke (Rauch) und fog (Nebel) geprägte Wortkombination, die eine starke, gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung durch verschiedene Schadstoffe bezeichnet.
Da manche Luftverunreinigungen die Kondensation des Wasserdampfs zu in der Luft schwebenden Wassertröpfchen fördern, ist mit diesen Verunreinigungen mehr oder weniger dichter Dunst oder Nebel verbunden. Smog bildet sich hauptsächlich über Großstädten und Industriegebieten, in denen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe große Mengen von Abgasen und festen Partikeln ausgestoßen werden, kommt mitunter wegen des Transports der Schadstoffe über oft weite Entfernungen aber auch in ländlichen Reinluftgebieten vor. Die Konzentration der Verunreinigungen in den untersten Schichten der Atmosphäre nimmt bei Wetterlagen mit geringem Austausch der Luftmassen rasch zu, insbesondere bei lang andauernden Hochdruckwetterlagen, wenn eine Inversion als Sperrschicht den Aufstieg der verschmutzten Luft verhindert. Darüber hinaus spielen die Geländeformen (Täler, Kessel, Senken) eine wichtige Rolle, etwa in der in einem Becken gelegenen mexikanischen Landeshauptstadt Mexiko-Stadt, deren Einwohner sehr oft unter starker Luftverschmutzung leiden.
Nach der Jahreszeit, in der der Smog am häufigsten auftritt, und der Art der beteiligten Schadstoffe werden zwei Haupttypen unterschieden und benannt. Sie tragen traditionell auch den Namen der Stadt, in der die Luftverschmutzung erstmals genauer beschrieben und wissenschaftlich untersucht wurde.
Vom Wintersmog (Schwefelsmog, London-Smog) ist der Name des gesamten Phänomens abgeleitet, denn in ihm vereinigen sich Rauch und Nebel. Die Sichtbeeinträchtigung nimmt manchmal extreme Ausmaße an, bei den schlimmsten Smog-Perioden in London betrug z. B. die Sichtweite zeitweise nur wenige Dezimeter. Wintersmog ist eine Erscheinung der feucht-kalten Jahreszeiten; tagsüber lichtet er sich meist ein wenig und wird dann in der Nacht wieder dichter. Dieser typische Jahres- und Tagesgang weist auf die wichtigsten Emittenten hin: Feuerungsanlagen, die in kalten Jahreszeiten verstärkt betrieben werden und folglich größere Schadstoffmengen ausstoßen. Beim Wintersmog handelt es sich vorwiegend um so genannte primäre Schadstoffe, die direkt, ohne weitere chemische Umwandlung, Schäden verursachen, in erster Linie Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid sowie Ruß und mineralischer Feinstaub.
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