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Windows Live® Suchergebnisse Lionel BarrymoreEnzyklopädieartikel
Lionel Barrymore, eigentlich Lionel Herbert Blythe, (1878-1954), amerikanischer Schauspieler. In den dreißiger und vierziger Jahren war er einer der meistgefragten Charakterdarsteller Hollywoods. Lionel Barrymore wurde am 28. April 1878 als Sohn des bekannten Schauspielerehepaars Maurice Barrymore (eigentlich Herbert Blythe) und Georgiana Drew in Philadelphia (Pennsylvania) geboren. Seine Ausbildung erhielt der Bruder von John Barrymore und Ethel Barrymore an der Gilmore School in London, der St. Vincent’s Academy in New York, Seton Hall in New Jersey und der Art Students League in New York. Nachdem er bereits als Kind zusammen mit seinen Eltern auf der Bühne aufgetreten war, hatte er 1893 sein Theaterdebüt. Im Jahr 1900 spielte Barrymore erstmals am Broadway, wo er mit Stücken wie Sag Harbor, The Mummy and the Hummingbird oder The Other Girl große Popularität erlangte. Von 1906 bis 1909 absolvierte er ein Kunststudium in Paris. Nach seiner Rückkehr in die USA wandte er sich der Filmarbeit zu. Bei der Produktionsgesellschaft Biograph stand er für David Wark Griffith in dessen frühen Filmen vor der Kamera, u. a. in The New York Hat (1912), The Informer (1912), The Musketeers of Pig Alley (1912) und Judith of Bethulia (1914). Für Griffith schrieb er auch einige Drehbücher. Bis Mitte der zwanziger Jahre spielte er auch am Theater, ehe er sich anschließend ganz auf die Filmarbeit konzentrierte. Barrymore etablierte sich als viel beschäftigter Darsteller im Charakterfach bei Metro-Goldwyn-Mayer, wo er 1926 einen Vertrag unterschrieb. Sporadisch führte er auch Regie, z. B. bei dem Drama Madame X (1929), das ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Als Darsteller wurde er für seine Leistung in A Free Soul (1931; Der Mut zum Glück) mit einem Academy Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Mit seiner großen Leinwandpräsenz prägte er Filme wie Grand Hotel (1932; Menschen im Hotel), Dinner at Eight (1933; Freitag abend um 8) und A Family Affair (1937). Nach einem schweren Sturz saß er ab 1938 im Rollstuhl, konnte jedoch seine Karriere fortsetzen. Häufig verkörperte er autoritäre Charaktere, z. B. in der populären Dr. Kildare-Spielfilmreihe, in der er in 15 Folgen einen misanthropischen Arzt darstellte, in der Capra-Komödie It’s a Wonderful Life (1946; Ist das Leben nicht schön), King Vidors ambitioniertem Western Duel in the Sun (1946; Duell in der Sonne) und dem Noir-Klassiker Key Largo (1947; Hafen des Lasters). Neben seiner Arbeit als Schauspieler war Barrymore auch als Maler, Komponist und Schriftsteller tätig. Er veröffentlichte den Roman Mr. Cantonwine und den Memoirenband We Barrymores (1951). Lionel Barrymore starb am 15. November 1954 in Chatsworth (Kalifornien).
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