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Orinoco

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Orinoco, VenezuelaOrinoco, Venezuela

Orinoco, Strom in Venezuela, mit etwa 2 140 Kilometern einer der längsten Ströme Südamerikas.

Sein Quellgebiet ist die Sierra Parima im Bergland von Guayana, das sich im Südosten Venezuelas an der Grenze zu Brasilien erstreckt. Der Orinoco fließt zuerst Richtung Nordwesten in die Nähe von La Esmeralda, wo der Casiquiare nach Süden abzweigt. Dieser etwa 290 Kilometer lange Fluss mündet bei entsprechendem Wasserstand in den Río Negro, einen Nebenfluss des Amazonas (siehe Bifurkation). Der Orinoco setzt sich Richtung Nordwesten fort, fließt anschließend nach Norden und bildet einen Teil der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien. Anschließend stürzt er über die Stromschnellen von Maipures und Atures und erhält von Westen Zufluss von Meta und Apure. Der Orinoco windet sich nach Nordosten, durchfließt die Llanos (Ebenen) in Venezuela und mündet in den Atlantischen Ozean.

Das Orinocodelta hat eine Fläche von etwa 30 000 Quadratkilometern und beginnt rund 190 Kilometer vor der Einmündung in den Atlantik. Das gesamte Einzugsgebiet des Stromes umfasst ungefähr 1 165 500 Quadratkilometer. Die durchschnittliche Abflussmenge beträgt etwa 30 Millionen Liter pro Sekunde, wobei der Hauptteil dieser Menge aus Schmelzwasser besteht. Der Orinoco ist auf einer Länge von etwa 420 Kilometern für Hochseeschiffe befahrbar, von der Mündung bis zur Stadt Ciudad Bolívar, dem wichtigsten Handels- und Verarbeitungszentrum des Orinocobeckens. Für kleinere Schiffe ist der Fluss etwa 1 600 Kilometer schiffbar.

Der Orinoco wurde von Christoph Kolumbus 1498 entdeckt und 1530/31 von Europäern bis zu seinem Zusammenfluss mit dem Meta erforscht. Maßgeblichen Anteil an der weiteren Erforschung des gesamten Flusslaufes hatte Alexander von Humboldt, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts im nördlichen Südamerika Untersuchungen anstellte. Im Jahre 1951 konnte die Quelle des Orinoco lokalisiert werden.

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