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Vereinigte Staaten von AmerikaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Vereinigten Staaten gehören zu den führenden Handelsnationen der Erde. Seit Mitte der siebziger Jahre führen die teueren Rohölimporte und die Gütereinfuhr aus Kanada und Asien zu einem hohen Handelsbilanzdefizit. Die wichtigsten Exportgüter sind neben Maschinen, elektronischen Geräten (Computer) und Fahrzeugen, die zusammen einen Anteil von 40 Prozent am Gesamtexport ausmachen, vor allem chemische Erzeugnisse, Nahrungs- und Genussmittel, Mineralölprodukte und Steinkohle. Kanada und Japan sind die wichtigsten Handelspartner; große Bedeutung haben auch Mexiko, Deutschland, China, Großbritannien und Südkorea.
Die frühesten Reise- und Transportwege waren die Flüsse. Daneben gab es Pfade, die für Fußmärsche und Ritte geeignet waren. In den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts wurden die ersten richtigen Straßen gebaut. Diese waren gebührenpflichtig. Neben den Überlandwegen wurden vom späten 18. Jahrhundert bis 1850 zahlreiche Kanäle gebaut, um die Flüsse und Seen in den östlichen USA mit den Großen Seen zu verbinden. Vom Osten ausgehend wurde das Territorium ab 1820 mit Schienen erschlossen. Die erste transkontinentale Eisenbahn wurde von 1862 bis 1869 von den Eisenbahngesellschaften Union Pacific und Central Pacific erbaut. 1916 hatte das Eisenbahnnetz seine größte Ausdehnung. Mit zunehmender Bedeutung von Autos und Flugzeugen als Verkehrsmittel wurden seither viele Streckenabschnitte stillgelegt. Der Luftverkehr trat nach dem 1. Weltkrieg in Wettbewerb mit den älteren Transportträgern, wobei der Passagierverkehr per Flugzeug ab den späten zwanziger Jahren zunehmend an Bedeutung gewann. Nach Ende des 2. Weltkrieges entwickelte sich der Passagierluftverkehr zu einem führenden Träger des Reiseverkehrs. Der Güterverkehr wird zu 38 Prozent über die Schiene, zu 26 Prozent über die Straße, zu 20 Prozent durch Ölpipelines und zu 16 Prozent über die Binnenwasserstraßen abgewickelt. Die Personenbeförderung wird zu 81 Prozent mit Privatfahrzeugen durchgeführt, Fluggesellschaften stehen mit 17 Prozent an zweiter Stelle der Personenbeförderung. Von nur mehr geringer Bedeutung ist der Transport mit Bus und Bahn; er liegt bei 1,1 (Bus) bzw. 0,6 Prozent (Eisenbahn). Über 190 Millionen Autos sind in den USA registriert, davon sind über 75 Prozent Pkw und rund 20 Prozent Lkw.
Die Vereinigten Staaten verfügen nur über eine relativ kleine Handelsflotte. Zu ihr gehören weniger als 650 Schiffe über 1 000 Bruttoregistertonnen. Viele Reeder lassen ihre Schiffe aus Kostengründen unter liberianischer und panamáischer Flagge laufen. Führende Seehäfen sind beispielsweise New Orleans, Baltimore und New Port. Obwohl New York City nicht mehr größter Seehafen ist, hat er nach wie vor große Bedeutung für den Passagier- und Frachtverkehr. Das Netz der Binnenwasserstraßen besteht aus drei Hauptzweigen: dem Mississippi-Flusssystem, den Großen Seen und dem Netz der Küstenwasserstraßen. Circa 64 Prozent des jährlichen Wasserfrachtaufkommens im Binnenland werden über den Mississippi und seine Nebenflüsse abgewickelt, ein Wasserstraßennetz von insgesamt über 24 140 Kilometer Länge. Saint Louis (Missouri) ist der größte Binnenhafen in diesem System; Duluth (Minnesota) und Superior (Wisconsin) sind die größten Häfen der Großen Seen. Hochseeschiffe fahren zwischen den Großen Seen und im Atlantik durch den Sankt-Lorenz-Seeweg (eröffnet 1959). Die Küstenwasserstraße Intracoastal Waterway ist ein schiffbarer, zollfreier Schifffahrtsweg, der sich über circa 1 740 Kilometer entlang der Atlantikküste und über circa 1 770 Kilometer entlang dem Golf von Mexiko erstreckt. Rund 45 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens aller Küstenwasserstraßen laufen durch den Gulf Intracoastal Waterway, circa 30 Prozent werden über den Atlantic Intracoastal Waterway abgewickelt und etwa 25 Prozent über die Pacific Coast Waterways.
Die nationalen Fluggesellschaften befördern jährlich über 460 Millionen Passagiere, davon sind die meisten US-Amerikaner. Das Land hat circa 5 100 öffentliche und 12 400 Privatflugplätze bzw. Flughäfen. Größte Flughäfen sind Chicago-O’Hare in Atlanta, John F. Kennedy International Airport in New York City, Los Angeles International und Dallas/Fort Worth Airport in Texas.
Die Zahl der Touristen aus anderen Staaten betrug 1999 etwa 47 Millionen. Die meisten Besucher kommen aus Westeuropa, Japan, Kanada und Mexiko. New York City ist sowohl bei amerikanischen als auch bei ausländischen Touristen eines der beliebtesten Reiseziele. In Kalifornien und Florida hat sich der Tourismus zu einer der wichtigsten Branchen entwickelt.
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