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Osteraufstand

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Hauptpost in DublinHauptpost in Dublin

Osteraufstand, bewaffneter Aufstand irischer Nationalisten gegen die britische Herrschaft in Irland. Der Aufstand brach am Ostermontag, dem 24. April 1916 aus und konzentrierte sich auf Dublin. Die wichtigsten Ziele des Aufstands waren: politische Freiheit für Irland und die Gründung einer irischen Republik. Jahrhunderte der Unzufriedenheit, die sich in zahlreichen Rebellionen entladen hatte, waren diesem Aufstand vorangegangen. Die Vorgeschichte dieser neuen Krise begann im September 1914 nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges, als die britische Regierung die kurz zuvor erst erlassene Home Rule Bill, die Irland ein gewisses Maß an politischer Selbständigkeit garantierte, wieder zurückzog. Die Aufhebung des Gesetzes förderte den Zulauf zur Citizen Army, einer illegalen Kampforganisation Dubliner Bürger unter dem Arbeiterführer Jim Larkin und dem Sozialisten James Connolly, zu den Irish Volunteers, einer nationalistischen Organisation, und zur extremistischen Sinn Féin. Der Aufstand wurde von den Führern dieser Organisationen geplant, darunter auch der britische Konsularagent Sir Roger Casement, der Pädagoge Padhraic Pearse und der Dichter Thomas MacDonagh.

Die offenen Unruhen begannen am 24. April, als etwa 2 000 Mann unter Führung von Pearse die Dubliner Hauptpost und andere strategisch wichtige Punkte in der Stadt besetzten. Kurz nach diesen ersten Erfolgen verkündeten die Anführer des Aufstands die Unabhängigkeit Irlands und die Errichtung einer provisorischen Regierung der Irischen Republik. In der Nacht besetzten die Rebellen weitere Stellungen und hatten bis zum Morgen des 25. April einen beträchtlichen Teil Dublins in ihre Gewalt gebracht. Der britische Gegenangriff begann am Nachmittag mit der Ankunft von Truppenverstärkungen. Über ganz Irland wurde das Kriegsrecht verhängt. In Dublin kam es zu erbitterten Straßenkämpfen, in deren Verlauf die britischen Truppen die Iren ständig weiter zurückdrängen konnten. Am Morgen des 29. April lag das Hauptpostgebäude, das Hauptquartier der Aufständischen, unter heftigem Beschuss. Pearse erkannte, dass weiterer Widerstand gegen den schweren Beschuss durch die britische Artillerie zwecklos war und kapitulierte am Nachmittag des 29. April bedingungslos.

Die Briten stellten die Anführer des Aufstands sofort vor ein Kriegsgericht. 15 von ihnen, darunter Pearse, Connolly und MacDonagh, wurden zum Tod verurteilt und erschossen. Über vier weitere, darunter den in Amerika geborenen Eamon De Valera, wurde ebenfalls das Todesurteil verhängt, später aber in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. (De Valera und noch ein paar andere wurden im Jahr darauf amnestiert.) Casement wurde wegen Verrats verurteilt und gehängt. Viele andere, die eine bedeutende Rolle im Zusammenhang mit dem Aufstand gespielt hatten, wurden zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Im Aufstand fielen etwa 440 britische Soldaten und eine unbekannte Zahl von Iren. Außerdem wurden in Dublin etwa 200 Gebäude zerstört. Der Osteraufstand war das erste einer Reihe von Ereignissen, die in der Gründung des Irischen Freistaates (Vorläufer der Republik Irland) im Jahr 1921 kulminierten.

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