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Ignatius von Loyola

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Ignatius von LoyolaIgnatius von Loyola

Ignatius von Loyola, eigentlich Inigo López Oñaz y Loyola, (1491-1556), Geistlicher baskischer Herkunft und Gründer des katholischen Jesuitenordens.

Ignatius wurde im Schloss Loyola seiner Familie nahe Azpeitia geboren. In seiner Jugend war er Bediensteter am Hof Ferdinand V. von Kastilien. Als Soldat wurde Ignatius 1521 bei der Belagerung Pamplonas schwer verwundet. Während seiner Genesung las er religiöse Schriften, was neben mystischen Erlebnissen zu seinem Entschluss führte, sich einem geistlichen Leben zu verschreiben. 1522 zog sich Ignatius in eine Einsiedelei in Manresa bei Katalonien zurück und lebte zehn Monate lang in strenger Askese. 1523 bis 1524 wallfahrtete er nach Palästina.

Nach seiner Rückkehr nach Spanien 1524 studierte Ignatius an einer Lateinschule in Barcelona und an den Universitäten Alcalá de Henares und Salamanca (1526/27). 1528 immatrikulierte er sich in Paris, wo er mit sechs Kommilitonen gemeinsam 1534 eine fromme Bruderschaft gründete: Aus ihr ging später die Gesellschaft Jesu hervor. 1537 wurde Ignatius zum Priester geweiht. Da der Plan zu missionarischer Tätigkeit in Palästina scheiterte, begab sich die Bruderschaft nach Rom, wo sie die mündliche Zustimmung von Papst Paul III. zur Ordensgründung erhielt (offizielle Anerkennung: 1540). 1541 wurde Ignatius zum Generalobersten des Ordens gewählt. Während dieser Zeit verfasste Loyola die Großen Ordensregeln, die nach seinem Tod am 31. Juli 1556 fertig gestellt wurden, sowie die Exercitia spiritualia (1548, Geistliche Übungen).

Die Grundgedanken der Geistlichen Übungen stammen aus der Zeit von Ignatius’ Einsiedlerleben in Manresa. Vorbild waren die Übungen für das geistliche Leben (1500) des spanischen Abtes Garcia de Cisneros. Das Werk ist im Wesentlichen ein Leitfaden zur Meditation und religiösen Unterweisung. Vier Abschnitte regeln den Ablauf der täglichen Übungen, die zum Leben in Frömmigkeit führen sollen. Am Ende steht der miles christianus (lateinisch für: Christenritter), der durch blindgläubigen Gehorsam der Kirche gegenüber den Verlockungen der Reformation widersteht.

Ignatius wurde 1622 von Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Sein Festtag ist der 31. Juli.

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