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Windows Live® Suchergebnisse MagotEnzyklopädieartikel
Magot oder Berberaffe, die einzige nicht in Asien beheimatete Makakenart. Die Weibchen des stummelschwänzigen Magots haben Kopfrumpflängen bis 55 Zentimeter, Männchen bis 70 Zentimeter; das Fell ist grünlich braun gefärbt. In einigen Teilen Nordafrikas ist der Magot weit verbreitet, er lebt vor allem in gehölzbestandenen Kalksteingebieten des Atlasgebirges in Marokko und Algerien. Magots ernähren sich vorwiegend von Pflanzen, daneben auch von Wirbellosen. Sie bilden Gruppen, die aus jeweils mehreren geschlechtsreifen Männchen und Weibchen bestehen; die Partnerwahl ist promiskuitiv. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von etwa sieben Monaten in der Regel nur ein Junges zur Welt, das sechs bis zwölf Monate gesäugt wird. Magots können über 20 Jahre alt werden. Die Gesamtzahl der Tiere beträgt schätzungsweise weniger als 16 000. Der Magot trat während des Pliozäns und Pleistozäns in Europa auf (auch im Gebiet des heutigen Deutschland) und ist heute der einzige Affe, der auf diesem Kontinent – und zwar nur auf Gibraltar – vorkommt. Möglicherweise wurde die dortige Population allerdings eingebürgert; zumindest wurde sie wiederholt mit eingeführten afrikanischen Tieren aufgefrischt (u. a. 1942 auf Anweisung Winston Churchills), weil Gibraltar der Legende nach so lange britisch bleibt, wie Affen den Felsen bewohnen. Genanalysen zufolge stammen die auf Gibraltar lebenden Magots teilweise aus Marokko und teilweise aus Algerien; sie bilden deshalb eine genetisch vielfältige Population (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2005). Eine 2002 in Gibraltar durchgeführte Bestandserfassung ergab 243 Tiere. Da in Gibraltar der Lebensraum der Magots begrenzt ist und die Tiere für die Bevölkerung zur Plage werden können, implantiert man ausgewählten Magotweibchen empfängnisverhütende Hormonpräparate. Systematische Einordnung: Der Magot gehört zur Familie Cercopithecidae. Sein wissenschaftlicher Name lautet Macaca sylvanus.
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