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Windows Live® Suchergebnisse ElfenbeinEnzyklopädieartikel
Elfenbein, cremeweißes, hartes und feinkörniges modifiziertes Dentin (Zahnbein) der Stoßzähne von Elefanten und einigen anderen Säugern. Elfenbein besteht aus gebogenen, alternierend getönten Dentinschichten, die sich gegenseitig durchdringen. Die daraus resultierende rautenförmige Struktur ist elastisch und feinkörnig. Die Schichten des Stoßzahnes werden in der zentralen Pulpa (dem weichen inneren Gewebe) des Zahnes gebildet, so dass die ältesten Schichten außen, die jüngsten innen zu liegen kommen. Kommerziell angebotenes Elfenbein stammt überwiegend von Elefanten Ost- und Zentralafrikas. Westafrikanisches Elfenbein ist härter, hat eine vergleichsweise glasigere Struktur, ist zerbrechlicher und schwieriger zu bearbeiten als ostafrikanisches. Eine blaue Variante des Elfenbeines, Odontolit, ist fossiles Elfenbein, das in kleinen Mengen im Permafrostboden Sibiriens gefunden wird. Es stammt von den Mammuts des Pleistozäns. Die blaue Farbe kommt von der Sättigung mit metallischen Salzen. Geschnitztes Elfenbein ist bereits aus dem alten Ägypten bekannt (siehe Elfenbeinschnitzerei). Kleine Stücke Elfenbein werden als Intarsien oder zu Schachfiguren und kleinen Schmuckstücken verarbeitet. Größere Stücke wurden früher zur Herstellung von Billardkugeln, Klaviertasten und Toilettenartikeln verwendet. Als die afrikanischen Elefantenherden in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund der Jagd nach Elfenbein zunehmend bedroht waren, starteten Tierschützer eine weltweite Kampagne gegen den Handel mit Elfenbein. 1989 wurde auf einer internationalen Artenschutzkonferenz beschlossen, im Abkommen über den Handel mit bedrohten Arten (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES; siehe Washingtoner Artenschutzübereinkommen) ein weltweites Handelsverbot für Elfenbein festzuschreiben. Von diesem Verbot wurden in den folgenden Jahrzehnten wiederholt Ausnahmen erteilt. So erhielten Südafrika, Botswana und Namibia 2007 auf einer der Folgekonferenzen die Erlaubnis, 60 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen nach Japan zu verkaufen. Tierschutzorganisationen wie der International Fund for Animal Welfare (IFAW) gehen davon aus, dass derartige Ausnahmeregelungen eine Zunahme der Wilderei zur Folge haben. Die Stoßzähne anderer Tiere, wie Flusspferde, Narwale und Walrosse, werden ebenfalls als Elfenbein bezeichnet und haben ähnliche physikalische Eigenschaften. Auch diese Arten sind infolge des Elfenbeinhandels gefährdet. Heute gibt es zahlreiche Elfenbeinimitate aus Kunststoff, aber auch pflanzliche Produkte dienen als Elfenbeinimitat: Die Nuss der Elfenbeinpalme z. B. ist groß, weiß und hart; ihr als vegetabiles Elfenbein bezeichnetes Endosperm (Speichergewebe) wird zur Herstellung von Schnitzereien verwendet.
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